Nvidia liefert historische Quartalszahlen, übertrifft alle Erwartungen und hebt die Prognose an. Die Börse reagiert mit Kursverlusten. Zum vierten Mal in Folge schickt ein starker Finanzbericht die Papiere des KI-Giganten ins Minus. Anleger nehmen nach der jüngsten Rekordjagd schlichtweg Gewinne mit.
Milliarden-Rückkauf und Dividenden-Sprung
Das abgelaufene Quartal sprengte die bisherigen Maßstäbe. Der Umsatz kletterte um 85 Prozent auf 81,6 Milliarden US-Dollar. Treiber bleibt das Rechenzentrumsgeschäft, das allein über 75 Milliarden US-Dollar beisteuerte. Der Gewinn je Aktie übertraf die Schätzungen der Analysten deutlich.
Der Vorstand reicht die enormen Barmittel direkt an die Aktionäre weiter. Ein neues Rückkaufprogramm umfasst 80 Milliarden US-Dollar. Parallel dazu steigt die Quartalsdividende massiv an – von einem US-Cent auf 25 Cent je Anteilsschein.
Am Markt löste das Zahlenwerk dennoch keine Euphorie aus. Die Aktie beendete die Handelswoche in Frankfurt bei 185,46 Euro und verbuchte auf Wochensicht ein Minus von gut vier Prozent. Mitte Mai hatte der Kurs noch ein Allzeithoch bei knapp über 201 Euro markiert.
Neue Struktur, neue Milliarden-Ziele
Für das laufende zweite Quartal stellt das Management rund 91 Milliarden US-Dollar Umsatz in Aussicht. Das entspräche einer fast vollständigen Verdopplung gegenüber dem Vorjahr. CEO Jensen Huang blickt weit in die Zukunft. Er rechnet bis 2030 mit jährlichen Ausgaben für KI-Infrastruktur von vier Billionen US-Dollar.
Um diese Nachfrage abzubilden, passt Nvidia seine Berichtsstruktur an. Das Kernsegment spaltet sich nun in das Geschäft mit großen Cloud-Anbietern und Unternehmenskunden auf. Auch staatliche KI-Projekte wachsen rasant und laufen mittlerweile in fast 40 Ländern. Um technologische Lücken zu schließen, investierte der Konzern kürzlich zwei Milliarden US-Dollar in den Netzwerk-Spezialisten Marvell Technology.
Analysten lassen sich von der aktuellen Kursschwäche nicht beirren. Die große Mehrheit rät weiterhin zum Kauf, das durchschnittliche Kursziel liegt bei gut 303 US-Dollar. Kurzfristig rückt nun die 50-Tage-Linie bei rund 168 Euro in den Fokus. Hält diese Unterstützung, bleibt der übergeordnete Aufwärtstrend unbeschadet.
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