Die Zahlen von Nucor enttäuschen auf ganzer Linie. Der US-Stahlkonzern hat im vierten Quartal sowohl beim Gewinn als auch beim Umsatz die Erwartungen der Analysten verfehlt. Die Aktie reagierte prompt und verlor im nachbörslichen Handel 3,4 Prozent an Wert.
Konkret verdiente Nucor im abgelaufenen Quartal 1,73 Dollar je Aktie. Die Analysten hatten mit 1,91 Dollar gerechnet. Beim Umsatz sieht es kaum besser aus. Zwar konnte man ein Plus von 9 Prozent auf 7,69 Milliarden Dollar verbuchen, doch auch hier blieben die Erwartungen von 7,87 Milliarden Dollar unerfüllt. Der Grund für die Misere sind steigende Kosten, die auf die Margen drücken.
Trumps Zölle helfen erst später
Eigentlich sollten die Schutzzölle von Präsident Trump den amerikanischen Stahlproduzenten in die Karten spielen. Das Problem dabei ist allerdings die Zeitverzögerung. Die Spot-Preise für Stahl ziehen zwar bereits an, doch Nucor arbeitet mit langfristigen Verträgen. Diese werden nur langsam angepasst und basieren noch auf den älteren, niedrigeren Preisen. Von den durch Zölle gestiegenen Stahlpreisen profitiert das Unternehmen also erst mit deutlicher Verzögerung.
CEO Leon Topalian gibt sich dennoch optimistisch für 2026. Er verweist auf eine robuste Nachfrage in mehreren Schlüsselmärkten und historisch starke Auftragsbücher. Auch die Politik der Bundesregierung unterstütze eine lebendige heimische Stahlindustrie.
Anleger sollten sich dennoch nicht zu früh freuen. Die aktuellen Zahlen zeigen deutlich, dass der Weg steiniger ist als erhofft. Bis die positiven Effekte der Zölle wirklich durchschlagen, wird noch einige Zeit vergehen. Der Markt jedenfalls ist skeptisch geblieben.
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