Novo Nordisk befindet sich aktuell in einer Konsolidierungs- und Seitwärtsphase nach dem starken Abverkauf. Auch durch die Konsolidierung ist der Abwärtstrend weiterhin aktiv, gebrochen wäre dieser erst, wenn der Markt die letzten Hochs überschreitet.
Markt pendelt zwischen Chancen und Risiken
Am 12. Dezember gab das Fachgremium der EMA eine positive Stellungnahme für eine neue, deutlich höhere Wegovy-Dosis zur Gewichtsreduktion ab, womit eine EU-Zulassung sehr wahrscheinlich ist. Grundlage hierfür sind die STEP-UP-Studien, in denen Erwachsene mit und ohne Typ‑2‑Diabetes im Schnitt etwa 21 Prozent ihres Körpergewichts verloren. Rund ein Drittel der Patienten erzielte sogar mindestens 25 Prozent Gewichtsverlust, bei einem Sicherheitsprofil auf dem Niveau der bisherigen 2,4‑mg-Standarddosis.
Parallel dazu startete Novo Nordisk am 12. Dezember Ozempic offiziell in Indien, einem der weltweit größten und am schnellsten wachsenden Diabetesmärkte. Angeboten wird Ozempic in Pens mit 0,25 mg, 0,5 mg und 1 mg. Die Einstiegsdosis von 0,25 mg wird mit rund 24,35 US-Dollar pro Woche bepreist, was für einen Schwellenmarkt relativ hoch, für zahlungskräftige Privat- und Versicherungskunden aber attraktiv positioniert ist.
Am 3. und 4. Dezember wurde bekannt, dass zwei Phase‑III‑Studien mit Semaglutid zur Verlangsamung von Alzheimer im Frühstadium gescheitert sind. Die Tests wurden nach etwa zwei Jahren eingestellt, da keine relevante Verlangsamung des kognitiven Abbaus nachweisbar war. Diese Enttäuschung traf auf bereits bestehende Probleme.
Von 32 Analysten empfehlen 18 „Kauf“, 11 „Halten“ und 3 „Verkauf“. Der Durchschnitt der Kursziele signalisiert ein deutlich zweistelliges Aufwärtspotenzial. Große Häuser wie Bernstein, Deutsche Bank, Goldman Sachs, JPMorgan, UBS, Barclays und Berenberg sehen die Aktienziele im Bereich von grob 290 bis 600 Euro je Aktie, mit Fokus auf den stabilen Cashflow aus Diabetes- und Adipositas-Therapien (Semaglutid) sowie Pipeline-Projekten wie Amycretin.
Novo Nordisk-Aktie im Chart-Check
Die Aktie befindet sich aktuell an einer spannenden Marke. Durch die Konsolidierung zeigt sie eine Stabilisierung und vorerst keinen weiteren Druck nach unten. Sollte die Aktie die Marke bei rund 323 DKK überschreiten, wäre das ein erstes positives Signal in Richtung weiter steigender Kurse. Eine weitere interessante Marke auf der Oberseite ist die 100-Tagelinie sowie die Widerstandszone bei den letzten Hochs rund um 400 DKK. Ein Bruch über diese Marke würde den Abwärtstrend beenden. Auf der Unterseite sind die letzten Tiefs die wichtigen Unterstützungszonen für den Markt. Hier das Ganze im Tageschart.
Den Link zu Tradingview und dem Chart findest du hier: https://www.tradingview.com/x/hSmb2rXv/
Durch die Stabilisierung an der aktuellen Zone kann sich eine interessante Chance ergeben. Mit dieser Kauf-Chance stellt man sich gegen den intakten Abwärtstrend, hätte jedoch die Möglichkeit auf eine Trendwende der Aktie. Fällt die Aktie jedoch wieder unter die Tiefs, wäre die Idee nicht mehr gültig.
Kommt es an der Widerstandszone zu einer Abweisung oder zu einem Durchbruch der aktuellen Tiefs, könnte dies auch als mögliche Short-Chance genutzt werden. Wichtig ist hierbei, dass von einer Fortsetzung des Trends ausgegangen wird.
Ihr Konrad
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