Wer nur auf die Quartalszahlen schaut, könnte meinen, bei Novo Nordisk läuft gerade alles nach Plan. Der Umsatz kletterte im ersten Quartal 2026 um 24 Prozent auf knapp 96,8 Milliarden Dänische Kronen. Das operative Ergebnis schoss um mehr als 53 Prozent auf rund 59,6 Milliarden Kronen nach oben. Die operative Marge: 61,6 Prozent. Das ist nicht ordentlich, das ist schlicht stark.
Und dann kommt der Haken
Denn wer weiterliest, stößt auf die Prognose für das Gesamtjahr 2026, und da sieht die Welt schon anders aus. Novo Nordisk erwartet beim bereinigten Umsatz ein Minus von 4 bis 12 Prozent zu konstanten Wechselkursen. Beim bereinigten operativen Ergebnis gilt dasselbe. Das Unternehmen hat die Prognose zwar angehoben, aber nur leicht: Zuvor lautete die Spanne minus 5 bis minus 13 Prozent.
Ein Konzern, der im ersten Quartal die Margen auf über 60 Prozent treibt, rechnet für das volle Jahr mit einem Gewinnrückgang. Das ist kein Widerspruch, das ist ein Problem.
Novo Nordisk A/S Aktie Chart
GLP-1 trägt, aber nicht genug
Hinter der Prognoseanhebung stecken höhere Absatzerwartungen bei GLP-1-Präparaten, also den Mitteln gegen Übergewicht und Diabetes, mit denen Novo Nordisk in den vergangenen Jahren zum Börsenliebling wurde. Dass die Dänen hier nun etwas optimistischer sind, ist gut. Doch der Schatten der 340B-Rückstellungsauflösung liegt über den Zahlen: Ohne diesen Einmaleffekt herausgerechnet wäre das Bild noch unschärfer.
Q1 war stark. Das Jahr wird es wohl nicht.
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