Die Dänen legen heute richtig vor. Novo Nordisk hat im dritten Quartal Umsatz und Gewinn klar über den Erwartungen geliefert. Der Umsatz kletterte um 6% auf 79,2 Mrd. DKK, während Analysten nur mit 73,4 Mrd. DKK gerechnet hatten. Das ist eine Abweichung von knapp 8% nach oben. Der bereinigte Betriebsgewinn schoss sogar um 34% auf 31,7 Mrd. DKK hoch.
Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung der Wegovy-Tablette. Seit dem US-Start im Januar hat sich das Präparat zum echten Verkaufsschlager entwickelt. Im dritten Quartal allein brachte die Pille 5,4 Mrd. DKK ein, das sind 53% mehr als im Vorquartal. Analysten hatten nur mit 4,6 Mrd. DKK gerechnet. Die Tablette macht zwar erst 6% des Gesamtumsatzes aus, aber genau hier sehen Experten den Schlüssel für Novos Rückkehr zum Wachstum.
Die Prognose steigt und steigt
Novo hebt seine Jahresprognose für 2026 nun zum dritten Mal an. Das Unternehmen erwartet jetzt ein Umsatz- und Gewinnwachstum zwischen minus 2% und plus 2% in konstanten Währungen. Vorher lag die Prognose noch bei minus 6% bis null Prozent. CEO Mike Doustdar macht klar, woher der Optimismus kommt. Das Wachstum werde vom Adipositas-Portfolio angetrieben, mit anhaltender Nachfrage nach der Wegovy-Tablette in den USA und ermutigenden frühen Markteinführungen international.
Die operative Marge liegt bei starken 40,1%. Allerdings drückten Wertminderungen von 8,7 Mrd. DKK auf das Gesamtergebnis. Der Nettogewinn fiel deshalb um 16% auf 16,7 Mrd. DKK. Für Anleger zählt jetzt vor allem eines. Kann Novo mit der Wegovy-Tablette den Rückstand zu Konkurrent Eli Lilly aufholen? Die Zahlen zeigen zumindest, dass die Richtung stimmt.
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