Novo Nordisk-Aktie: Warum gerade jetzt?

Die Aktie von Novo Nordisk verliert immer mehr an Boden, trotz guter Nachrichten aus den USA. Die schlechte allerdings kommt für den Pharmakonzern aus der Schweiz.

Auf einen Blick:
  • Die Novo-Aktie nähert sich aktuell wieder bedenklich ihrem Mehrjahrestief
  • Dabei hatte die US-Zulassungsbehörde FDA grünes Licht für Wegovy HD gegeben
  • Allerdings greift Pharmariese Roche wohl in den Markt der Abnehmmittel ein
  • Bislang hatte sich Novo Nordisk das Geschäft mit US-Anbieter Eli Lilly aufgeteilt

Liebe Leserin, lieber Leser,

nach der Beendigung eines Rechtsstreits mit der US-Gesundheitsplattform Hims & Hers hatte sich die Aktie von Novo Nordisk in der vergangenen Woche noch einigermaßen stabil gezeigt. Doch damit ist es definitiv vorbei. Im Laufe dieser Woche geht es mit den Papieren des dänischen Pharmakonzerns immer weiter abwärts: Von 33,57 Euro noch im Laufe des Montags in Frankfurt rutschte die Novo-Aktie auf aktuell noch 31,61 Euro. Zum Mehrjahrestief von 30,50 Euro, ausgebildet Anfang März, ist es nicht mehr weit. Doch was drückt so auf die Stimmung? Und warum gerade jetzt?

Novos Wegovy erhält weitere FDA-Zulassung

Denn noch am Donnerstag  titelte Der Aktionär: „Novo Nordisk mit Paukenschlag: Wegovy HD erhält US‑Zulassung – Startschuss für die nächste Rally?“. Hintergrund war dem Bericht zufolge, dass der Hersteller von der US-Gesundheitsbehörde FDA grünes Licht für Wegovy HD erhalten. „Die Hochdosis-Variante der Abnehmspritze liefert beeindruckende Daten und könnte der Gamechanger im harten Zweikampf mit Eli Lilly sein“, so die Mutmaßung. Patienten verloren demnach unter der neuen Dosierung im Schnitt 20,7 Prozent ihres Körpergewichts. „Rund jeder dritte Proband erreichte sogar einen Gewichtsverlust von 25 Prozent oder mehr“, hieß es.

  • Die Ergebnisse aus dem „STEP UP“-Studienprogramm seien „ein Ausrufezeichen in Richtung Konkurrenz“
  • Doch die Aktie von Novo Nordisk reagiert alles andere als entsprechend – und verliert weiter an Wert

Roche greift Novo Nordisk und Eli Lilly an

Die mögliche Erklärung lieferte die zweite Schlagzeile des Tages: Der schweizer Pharmariese Roche wolle „im boomenden Markt für Abnehm-Medikamente wieder angreifen“, meldete Wallstrteet Online am Donnerstag kurz nach dem Mittag. Der Konzern setze auf neue Strategien und Milliarden-Deals im Wettbewerb. Die Novo-Aktie reagierte prompt – und fiel weiter zurück.

Und klar: Bislang haben sich vor allem Novo Nordisk und das US-Unternehmen Eli Lilly den lukrativen Markt mit Abnehmmitteln geteilt. Doch Roche erwarte jetzt „einen grundlegenden Wandel im Markt für Medikamente gegen Fettleibigkeit“, wie es im Bericht heißt. Mit zunehmender Verbreitung der Therapien werde sich der Markt in mehrere Segmente aufteilen. „Das eröffne neuen Anbietern Chancen, die Dominanz von Eli Lilly und Novo Nordisk herauszufordern.“

Studie ließ Aktie von Novo Nordisk einbrechen

Für die Dänen ist das die nächste Hiobsbotschaft, nachdem die neue Adipositas-Spritze CagriSema laut Studie im direkten Vergleich mit dem Blockbuster von Eli Lilly eine geringere Gewichtsabnahme erzielt hatte. Vor knapp einem Monat war die Aktie in der Folge von zuvor mehr als 40 Euro bis auf 33,50 zweistellig eingebrochen – und hat sich bis heute nicht erholt, ganz im Gegenteil

Novo-Kursziel gesenkt, Kaufempfehlung bestätigt

Zum Hintergrund: CagriSema galt als zentrales Element der Strategie von Novo, um im Wettbewerb zu bestehen, da immer neuere und wirksamere Schlankheitsmedikamente auf den Markt kommen und die Patente für die Novo-Mittel Wegovy und Ozempic auslaufen.

  • Wenig später hatte die Privatbank Berenberg hat das Kursziel für Novo Nordisk von 360 auf 300 dänischen Kronen gesenkt
  • Angesichts der umgerechnet 40,15 Euro aber hatte Analystin Kerry Holford die Einstufung dennoch auf „Buy“ belassen

Jüngste Studiendaten hätten zwar die Marktchancen von CagriSema eingeschränkt, das Präparat werde am Markt für Abnehmmittel dennoch eine sehr gute Rolle spielen, schrieb Holford in ihrer „jährlichen Kontrolluntersuchung“ nach der Bilanz. Derweil laufe der Start von Wegovy in Pillenform weiter außerordentlich stark. Die Aktien der Dänen seien „niedriger bewertet als die globale Konkurrenz“. Daran, so viel steht fest, hat sich seit ihrer Prognose nichts geändert.

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