Novo Nordisk-Aktie: Wahnsinns-Hammer!

Eine Real-World-Auswertung ermittelte nach drei Monaten durchschnittlich 4,1 Prozent weniger Körpergewicht bei Patienten nach dem Wechsel zur Tablette.

Auf einen Blick:
  • 194 Patienten in OCTANE ausgewertet
  • Durchschnittlich 4,1 Prozent Gewichtsverlust
  • 40,7 Prozent verloren mindestens fünf Prozent
  • Analyse erlaubt keine Kausalaussagen

Novo Nordisk liefert neue Praxisdaten für die Wegovy-Tablette und damit für die Strategie, die Adipositas-Therapie über Spritzen hinaus auszuweiten. In der OCTANE-Analyse verloren Menschen mit Übergewicht oder Adipositas, die von injizierbarem Semaglutid oder Tirzepatid auf die einmal täglich einzunehmende Wegovy-Tablette wechselten, innerhalb von drei Monaten durchschnittlich 4,1 % ihres Körpergewichts beziehungsweise 4,0 Kilogramm.

Novo Nordisk-Aktie: Wegovy-Pille zeigt Gewichtsverlust nach Wechsel

Insgesamt umfasste die Analyse 194 Patienten mit einem durchschnittlichen Ausgangsgewicht von 100,5 Kilogramm. Nach drei Monaten hatten 40,7 % mindestens 5 % ihres Körpergewichts verloren. Gleichzeitig sank der Anteil der Teilnehmer mit einem BMI von mindestens 30 von 87,1 auf 65,5 %.

Unter den Teilnehmern mit entsprechenden Angaben berichteten 82,4 % außerdem über mindestens eine Verbesserung im Zusammenhang mit ihrer Behandlung. Dazu gehörten unter anderem besser passende Kleidung und eine gesündere Ernährung.

Novo Nordisk-Aktie: Alternative zur Abnehmspritze

Für Novo Nordisk ist besonders interessant, dass die Daten Patienten betreffen, die zuvor bereits injizierbare GLP-1-basierte Medikamente zur Gewichtskontrolle genutzt hatten. Die Tablette könnte damit auch Menschen ansprechen, die beispielsweise aufgrund von Nadelangst, Lebensstil oder persönlicher Präferenz eine orale Behandlung bevorzugen.

Die Wegovy-Tablette ist laut Unternehmen bereits in den USA, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Großbritannien und Deutschland auf dem Markt. Weitere ausgewählte Märkte sollen in den kommenden Quartalen folgen.

Zur Einordnung: Für Novo Nordisk liefern die Ergebnisse erste Hinweise darauf, dass ein Wechsel von injizierbaren GLP-1-Therapien auf orales Semaglutid für bestimmte Patienten eine Option sein könnte.

Allerdings handelt es sich um eine retrospektive Real-World-Analyse und nicht um eine randomisierte kontrollierte Studie. Novo Nordisk weist selbst darauf hin, dass daraus keine Kausalität abgeleitet werden kann und unter anderem Selbstangaben sowie mögliche Selektionsverzerrungen die Aussagekraft begrenzen.

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