Novo Nordisk-Aktie: Übers Ziel hinaus!

Die Aktie von Novo Nordisk befindet sich seit Anfang Dezember wieder im Aufwind. Dabei waren die Analysten im Januar beim Pharmakonzern eher skeptisch.

Auf einen Blick:
  • Die Aktie von Novo Nordisk hat seit Anfang Dezember fast 30 Prozent zugelegt
  • Die Anleger reagierten zuletzt positiv auf den US-Start von Wegovy in Tablettenform
  • Die meisten Kursziele der Analysten aus dem Januar sind bereits übertroffen
  • Der entscheidende Tag wird wohl der 4. Februar: Die Quartalszahlen stehen an

Liebe Leserin, lieber Leser,

vor gut einem Monat lag die Aktie von Novo Nordisk noch am Boden. Weniger als 40 Euro waren die Papiere des dänischen Pharmakonzerns am 8. Dezember wert, es wirkt wie aus einer anderen Welt. Inzwischen hat die Novo-Aktie, zuletzt angetrieben vom Vertriebsstart des Abnehmmittels  Wegovy (Semaglutid) in Tablettenform in den USA, erstmals seit langem die 50-Euro-Marke überschritten. Damit ist sie über die meisten Kursziele der Analysten aus dem Januar allerdings längst hinaus.

Zurückhaltende Kursziele für Novo Nordisk

Denn in der vergangenen Woche meldeten sich laut finanzen.net gleich drei Beobachter zu Novo Nordisk, die Berenberg Bank, die britische Barclays sowie die US-Bank JP Morgan. Und lediglich das deutsche Institut hatte der Aktie umgerechnet mehr als 50 Euro zugetraut, wie folgende Auflistung zeigt.

  • Berenberg Bank, 400,00 DKK (53,53 Euro)
  • Barclays Capital: 360,00 DKK (48,18 Euro)
  • JP Morgan: 350,00 DKK, 46,84 Euro)

JP Morgan mit verwirrender Einschätzung

Besonders skeptisch in seiner Prognose war Richard Vosser von JP Morgan. Der 2026er-Ausblick des Pharmakonzerns dürfte zu weiteren Kürzungen der Konsensschätzungen führen, schrieb er am Montag vergangener Woche mit Blick auf die Zahlen für das vierte Quartal 2025. Der Markt antizipiere dies aber bereits, so seine Einschätzung. Warum er die Einstufung für die Aktie dennoch auf „Overweight“ beließ, obwohl diese sein Kursziel zum Analysezeitpunkt bereits überschritten hatte, bleibt sein Geheimnis.

Stimmiger erscheint die Einschätzung durch Barclays-Analyst James Gordon, der das Kursziel für Novo Nordisk im Zuge eines Analystenwechsels von 375 auf 360 dänische Kronen gesenkt und die Einstufung auf „Equal Weight“ belassen hatte. Veränderte politische Rahmenbedingungen in den USA sowie die Einführung des Abnehmpräparats Wegovy in oraler Darreichungsform könnten nach Einschätzung des neu verantwortlichen Analysten zusätzliche Kurschancen eröffnen. In einer am Mittwoch veröffentlichten Studie wies er jedoch zugleich auf das Risiko weiterer kurzfristiger Abwärtsanpassungen der Konsensschätzungen hin und begründete damit seine insgesamt zurückhaltendere Prognose.

Berenberg-Analystin bei Novo etwas optimistischer

Etwas Aufwärtspotenzial hingegen erkannte Luisa Hector von der Privatbank Berenberg: Preissenkungen in den USA und dem Auslaufen von Patenten außerhalb der USA bedeutenden im neuen Jahr „Gegenwind für Semaglutid“, schrieb sie laut Medienberichten am Donnerstag.

Die Markteinführung der Wegovy-Pille in den USA dürfte indes „ein wichtiger Wachstumstreiber sein, gefolgt von CagriSema ab 2027“, so Hector. Der weiterhin hohe ungedeckte Bedarf bei zugleich niedriger Marktdurchdringung spricht ihrer Einschätzung nach für anhaltend kräftiges Wachstum der GLP-1-Produkte von Novo im Adipositasmarkt.

Aktie steigerte sich zuletzt um knapp 30 Prozent

Die Anleger erhoffen sich dadurch, „dass das dänische Unternehmen wieder Boden gegenüber dem großen Rivalen Eli Lilly wettmachen kann“, wie es vor dem Wochenende beim Anlegermagazin Der Aktionär hieß. Aber auch die Amerikaner wollten schon bald die Zulassung für die „Abnehmpille“ Orfoglipron in den Vereinigten Staaten erhalten, so die Warnung.

Dennoch hat Novo Nordisk innerhalb einer Woche seinen Börsenwert um 15 Prozent auf aktuell 51,43 gesteigert. Seit dem Tief Anfang Dezember sind es fast 30 Prozent, während die Aktie auf Jahressicht noch immer knapp 40 Prozent abgab.

Novo Nordisk legt Anfang Februar Quartalszahlen vor

Und klar: Novo Nordisk steht trotz des jüngsten Erfolgs 2026 vor mehreren Herausforderungen. Eine der größten ist die starke Abhängigkeit von wenigen Blockbuster-Produkten, gegen Diabetes und Adipositas. Die stark gestiegene Nachfrage nach Abnehmmedikamenten hatte zudem zeitweise zu Lieferengpässen geführt, was Investitionen in Kapazitätserweiterungen und Prozessstabilität erfordert. Hinzu kommt der politische und gesellschaftliche Druck auf Arzneimittelpreise, insbesondere in den USA und Europa.

  • Und so wird sich am 4. Februar die weitere Entwicklung der Novo-Aktie wohl entscheiden
  • Dann wird der dänische Pharmakonzern seine Zahlen aus dem 4. Quartal 2025 vorlegen

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