Die Zurückhaltung am Markt gegenüber Novo Nordisk hält an. Das Kursziel beließ das Institut bei 265 dänischen Kronen. Gestern schloss das Papier im europäischen Handel mit einem leichten Minus von 0,7 Prozent bei 36,45 Euro.
Anleger zeigen sich vor allem mit Blick auf die längerfristigen Wachstumstreiber vorsichtig. Während das Geschäft mit Diabetes- und Abnehmmitteln über Jahre hinweg für Rekorde sorgte, rücken nun zunehmend strategische Fragen in den Mittelpunkt.
Morgan Stanley warnt vor Patentklippe
Die Skepsis der Deutschen Bank reiht sich in vorsichtigere Stimmen ein. Analysten um Thibault Boutherin verwiesen darauf, dass die Bewertung die gedämpften mittelfristigen Wachstumsaussichten nicht vollständig widerspiegele.
Im Fokus der Kritik steht die hohe Abhängigkeit vom Blockbuster Semaglutid. Nach Berechnungen von Morgan Stanley dürfte der Wirkstoff im Jahr 2026 für rund 75 Prozent des Konzernumsatzes verantwortlich sein.
Auch zu Beginn des einsetzenden Schutzrechtsverlusts im nächsten Jahrzehnt modelliert das Analysehaus noch einen Erlösanteil von 59 Prozent. Der drohende Patentablauf ab Anfang bis Mitte der 2030er-Jahre belaste den langfristigen Unternehmenswert.
Studiendaten bei Kindern und bevorstehender Strategietag
Dennoch treibt das Unternehmen die medizinische Forschung rund um den zentralen Wirkstoff weiter voran. Am 7. September gab der Konzern Daten aus der Phase-3-Studie STEP Young bekannt. Bei 40,4 Prozent der behandelten Kinder lag nach einer 68-wöchigen Behandlung mit einmal wöchentlich verabreichtem Semaglutid keine Fettleibigkeit mehr vor. In der Vergleichsgruppe mit Placebo erzielte kein einziger Teilnehmer dieses Ergebnis.
Die Sicherheit und Verträglichkeit entsprachen dabei den Beobachtungen aus früheren Untersuchungen bei Erwachsenen und Jugendlichen. Damit belegt das Präparat auch bei jüngeren Patienten seine Wirksamkeit, wenngleich Marktbeobachter vor allem auf die mittelfristige Dynamik blicken.
Zudem stellt sich der Konzern in der Außendarstellung neu auf. Am Montag kündigte das Management eine Umfirmierung an: Das Unternehmen tritt künftig schlicht als „Novo“ auf, verbunden mit dem Leitspruch „Lasting Health Starts Now“ und der aktualisierten Unternehmenskultur „The Novo Way“.
Antworten auf die drängenden Wachstumsfragen erwarten Investoren nun vor allem am 21. September. An diesem Tag findet in London der Kapitalmarkttag statt, an dem das Management die aktualisierte Konzernstrategie vorstellen will. Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie einen Rückgang von 17 Prozent.
Novo Nordisk-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Novo Nordisk-Analyse vom 17. September liefert die Antwort:
Die neusten Novo Nordisk-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Novo Nordisk-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 17. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
