Liebe Leserin, lieber Leser,
am Montag noch ghab der dänische Pharmakonzern Novo Nordisk ermutigende Ergebnisse von REIMAGINE 2 bekannt, einer Phase-3-Studie des globalen klinischen Studienprogramms zu CagriSema. Die Aktie hielt sich in der Folge auch am Dienstag lange Zeit wacker bei rund 50 Euro. Doch am frühen Abend, der Xetra-Handel war bereits beendet, brach die Novo-Aktie plötzlich zweistellig ein. Hintergrund: Das Unternehmen veröffentlichte seine Umsatz- und Betriebsergebnisprognose für 2026 – und schockte damit die Börsen.
Novo Nordisk rechnet mit Umsatzrückgang
Im Jahr 2025 war der Umsatz von Novo Nordisk demnach noch um 10 Prozent und das Betriebsergebnis um 6 Prozent gestiegen. Die zuvor prognostizierten Werte lagen bei einem Umsatzwachstum von 8 bis 11 Prozent und einem Betriebsergebniswachstum von 4 bis 7 Prozent. Der Umsatz im US-Geschäft wurde durch Anpassungen des Brutto-Netto-Umsatzes „positiv beeinflusst“, wie es hieß. Doch das ist Schnee von gestern. Denn Novo geht für das laufende Jahr von einem Umsatzrückgang aus.
- Die Konkurrenz für die Gewichtssenker Ozempic und Wegovy steige, teilte das Unternehmen mit
- Zudem werde das Geschäft durch den US-Vorstoß, die Preise für Medikamente zu senken, getroffen
Der Umsatz dürfte währungsbereinigt um 5 bis 13 Prozent sinken, schrieb das Unternehmen weiter. „Das ist deutlich stärker, als Analysten zuvor geschätzt haben. Diese rechneten lediglich mit einem Minus von im Schnitt 1,4 Prozent“, heißt es beim Handelsblatt.
Novo leidet unter Preisverfall in den USA
Für 2026 wird laut Unternehmensmitteilung ein weiteres Wachstum des globalen GLP-1-Marktes erwartet, wodurch Novo Nordisk die Patientenreichweite und die Absatzmengen erhöhen kann. „Demgegenüber stehen niedrigere realisierte Preise, unter anderem aufgrund der Meistbegünstigungsklausel in den USA und des Wegfalls des Exklusivrechts für den Wirkstoff Semaglutid in bestimmten Märkten des internationalen Geschäfts“, wie es heißt. Zudem werde „nicht mit einer Wiederholung der positiven Effekte aus den Anpassungen des Brutto-Netto-Umsatzes in den USA im Jahr 2025 gerechnet“.
Novo Nordisk konzentriert sich nach eigenen Angaben weiterhin auf den Ausbau des Zugangs zu Wegovy, insbesondere im Selbstzahlerbereich über NovoCare Pharmacy und in Kooperationen mit Telemedizinanbietern. Die Markteinführung von Wegovy im Januar 2026 wird im Ausblick demnach berücksichtigt und basiert auf verschiedenen Annahmen, wie etwa „der Marktdurchdringung, potenziellen negativen Auswirkungen auf das Wachstum des Marktes für injizierbare Adipositasmedikamente sowie dem Vertriebskanalmix“, wie es heißt.
Aktie von Novo Nordisk kurzzeitig unter 40 Euro
An den Märkten kam all das wahrlich nicht gut an. Die Novo-Aktie sackte am Handelsplatz Frankfurt zeitweilig bis auf 42,59 Euro ab, ein Minus zum Vortag von 15 Prozent. Am Mittwochmorgen rutschte die Aktie dann sogar kurzzeitig unter die Marke von 40 Euro.
Novo Nordisk Aktie Chart
Analyst hatte Kursziel am Montag noch bestätigt
Die Analysten hat das ebenso böse überrascht wie die Anleger. Erst am Montag hatte die US-Bank JPMorgan Novo Nordisk auf „Overweight“ mit einem Kursziel von 350 dänischen Kronen belassen, was immerhin 46,86 Euro entspricht. CagriSema habe in der Phase-3-Studie in Woche 68 bei allen getesteten Dosierungen sowohl eine stärkere Senkung des Blutzuckerspiegels als auch einen höheren Gewichtsverlust als Semaglutid erreicht, hatte das Unternehmen mitgeteilt.
Laut Analyst Richard Vosser dürften die Phase-3-Daten des Pharmakonzerns zu zwei Dosierungen seines Abnehmmittels CagriSema nichts an der Einschätzung ändern, dass das Profil von CagriSema mit dem von Mounjaro und Zepbound des US-Konkurrenten Eli Lilly vergleichbar sei. Entsprechend erwarte er „wenig Einfluss der Meldung auf den Novo-Aktienkurs“.
- Damit lag er bezüglich des Studienergebnisses zunächst zwar richtig
- Für den Ausblick einen Tag später galt das allerdings definitiv nicht mehr
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