Novo Nordisk-Aktie: OpenAI soll den Rückstand aufholen!

Der dänische Pharmariese Novo Nordisk geht eine strategische Allianz mit OpenAI ein, um seine gesamte Wertschöpfungskette zu optimieren und im Wettlauf mit Eli Lilly aufzuholen.

Auf einen Blick:
  • Novo Nordisk und OpenAI gehen strategische Partnerschaft ein
  • KI soll Medikamentenentwicklung, Produktion und Vertrieb beschleunigen
  • Vollständige Integration bis Ende 2026 geplant
  • Finanzielle Details der Vereinbarung wurden nicht offengelegt

Eli Lilly hat gerade die Nase vorn. Anfang April bekam der Konkurrent aus Indianapolis grünes Licht von der FDA für die Gewichtsverlusttablette Foundayo, während Novo Nordisk seit Januar zwar mit einem oralen Wegovy auf dem Markt ist, aber spürbar unter Druck steht. Der Markt für Abnehmmittel soll in den nächsten zehn Jahren auf über 100 Milliarden Dollar Jahresumsatz anwachsen. Da will man sich nicht abhängen lassen.

Also holt sich der dänische Pharmariese jetzt Verstärkung. Novo Nordisk hat am Dienstag eine strategische Partnerschaft mit OpenAI bekanntgegeben. Die Zusammenarbeit soll KI-Kapazitäten in sämtliche Unternehmensbereiche integrieren, von der Wirkstoffforschung über Produktion und Lieferketten bis hin zu Vertrieb und Verwaltung.

Nicht ersetzen, sondern verbessern

CEO Mike Doustdar formulierte es so: „Das Ziel ist hierbei nicht, unsere Wissenschaftler zu ersetzen. Es geht darum, sie zu unterstützen und ihre Leistungsfähigkeit massiv zu steigern.“ Klingt gut. Die Frage ist, ob das auch stimmt, denn kurz nach seinem Amtsantritt im vergangenen Jahr hatte Doustdar einen Stellenabbau von 9.000 Jobs angekündigt. Jetzt heisst es, AI solle die Produktivität steigern und das künftige Mitarbeiterwachstum bremsen, aber keine aktuellen Stellen kosten.

OpenAI-Chef Sam Altman lieferte derweil das übliche Statement: „KI verändert ganze Branchen grundlegend, und in den Life Sciences kann sie dazu beitragen, Menschen ein besseres und längeres Leben zu ermöglichen.“ Pilot-Programme sollen noch 2026 in Forschung, Produktion und kommerziellem Betrieb anlaufen, die vollständige Integration ist bis Ende des Jahres geplant. Finanzielle Details nannte Novo nicht.

Novo Nordisk A/S Aktie Chart

Analyse großer Datensätze war gestern unmöglich

Doustdar betonte, die Partnerschaft ermögliche es, Datensätze in einem bisher schlicht nicht möglichen Umfang auszuwerten, Muster zu erkennen und Hypothesen schneller zu testen. Das klingt nach echtem Potenzial, denn genau hier liegt das Problem in der Pharmaforschung: Nicht der Mangel an Ideen, sondern die schiere Menge an Daten, die kein Mensch allein durchforsten kann.

Die Partnerschaft umfasst laut Novo ausserdem ein striktes Rahmenwerk für Datenschutz, Governance und menschliche Aufsicht. Ob OpenAI tatsächlich liefert, was Novo braucht, wird sich zeigen. Bislang gilt in der Branche, dass KI bei den einfacheren Aufgaben schon ganz gut funktioniert, bei der echten Molekülentdeckung aber noch hinterherhinkt. Novo wettet darauf, dass sich das ändert. Eli Lilly schaut (noch) zu.

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