Novo Nordisk-Aktie: Offene Fragen!

Trotz erfolgreicher Markteinführung von oralem Wegovy schwindet der Börsenoptimismus. Umsatzrückgänge und steigender Konkurrenzdruck durch Eli Lilly belasten die Aussichten.

Auf einen Blick:
  • Aktienkurs gibt Jahresendgewinne wieder ab
  • Umsatzrückgänge und Margensorgen belasten Ausblick
  • Konkurrenz durch Eli Lillys Tablettenpräparat droht
  • Analysten zeigen sich skeptisch trotz Erfolge

Ende Dezember freute sich Novo Nordisk an der Börse noch über erheblichen Rückenwind. Die Zulassung der oralen Variante von Wegovy weckte neue Fantasien an der Börse und im Januar konnte das Medikament auch erfolgreich am Markt platziert werden. Für etwas Beunruhigung sorgte Hims und Hers mit der Ankündigung, selbst günstigere Varianten anzubieten.

Das hat sich aber schon wieder weitgehend erledigt, nachdem der Anbieter sowohl von Novo Nordisk als auch der FDA aufgrund schon fast dreister Missachtung des Patentrechts ins Visier genommen wurde. Für den Moment behält Novo Nordisk seine Alleinstellung bei oral zu verabreichenden Abnehmmitteln bei.

Novo Nordisk: Sorgen um die Marge

Dennoch hat der Aktienkurse die Zugewinne aus dem Dezember mittlerweile schon wieder vollständig aus der Hand gegeben. Das liegt vor allem an einem eher mauen Ausblick. Novo Nordisk stellt für die Zukunft Umsatzrückgänge in Aussicht und Analysten blicken mit Sorge auf die Margenentwicklung.

Novo Nordisk Aktie Chart

Das vergleichsweise günstig angebotene Wegovy in oraler Form ändert daran offenbar nur wenig. Noch dazu will Konkurrent Eli Lilly noch im Laufe des Jahres ein eigenes Abnehmpräparat in Tablettenform auf den Markt bringen. Es bleibt also eher ungemütlich und ohne Fortschritte auf fundamentaler Seite sind die Analysten eher skeptisch eingestellt.

Als wäre nichts gewesen

Die Freude über die jüngsten Erfolge schient bei Novo Nordisk schon wieder verflogen zu sein. Zwar gibt es durchaus auch noch optimistische Stimmen. Selbst solche müssen sich aber eingestehen, dass Konkurrenz- und Preisdruck in Zukunft eher zu- denn abnehmen werden. Das ist zwar noch lange kein Todesurteil. Nachlassende Umsätze reichen aber bereits aus, um die Börsianer in die Deckung zu treiben.

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