Novo Nordisk-Aktie: Ein Milliardenumsatz wartet!

Die Aktie von Novo Nordisk profitiert aktuell nicht von positiven Studiendaten. Analysten blieben defensiv, obwohl sie das Medikament für einen Wachstumsmotor halten.

Auf einen Blick:
  • Positives Studienergebnis für Wirkstoff Etavopivat
  • Analysten behalten defensive Bewertung für Novo Nordisk bei
  • Kursziele für die Aktie liegen nahe oder unter aktuellem Stand
  • Umsatzpotenzial von einer Milliarde Dollar prognostiziert

Was geschieht, wenn ein börsennotiertes Pharma-Unternehmen positive Daten aus einer Medikamentenstudie veröffentlicht? Der Kurs dürfte steigen, könnte man annehmen. Nicht so bei Novo Nordisk. In einer Studie erreichte der orale Wirkstoff Etavopivat bei Patienten mit Sichelzellanämie demnach beide primären Ziele – und die Novo-Aktie gab seit Montag sogar nach auf aktuell 34,30 Euro. Es könnte unter anderem an den Analysten liegen, die weiter defensiv bleiben. Trotz eines erwarteten Milliardenumsatzes.

Niedriges Kursziel für Novo Nordisk bleibt

Denn nach Veröffentlichung der Daten meldeten sich gleich zwei Analysten zu Novo Nordisk. Richard Vosser von der US-Bank JP Morgan sieht in den erfolgreichen Daten der Phase-III-Studie mit dem Präparat Etavopivat „eine Bestätigung für einen weiteren Wachstumsmotor im Bereich seltener Krankheiten“, wie er laut finanzen.net in einer am Montag vorliegenden Studie schrieb. Dennoch beließ er die Einstufung für Novo Nordisk auf „Neutral“ mit einem Kursziel von 250 dänischen Kronen, umgerechnet 33,45 Euro – und damit sogar leicht unter dem aktuellen Kursstand.

  • Nur ein wenig optimistischer zeigte sich Michael Leuchten vom US-Analysehaus Jefferies
  • Er beließ die Novo-Aktie auf „Hold“ mit einem Kursziel von 270 DKK oder 36,13 Euro

Das Präparat Etavopivat habe in der Phase-III-Studie (Hibiscus) positive Ergebnisse erzielt, so der Analyst. Obwohl es sich für Investoren „wahrscheinlich um ein nicht im Fokus stehendes Mittel“ handle, prognostiziere Leuchten ein vorläufiges, weltweites Spitzenumsatzpotenzial von 1 Milliarde US-Dollar. Warum er dennoch nicht von steigenden Kursen bei der Novo-Aktie ausgeht, verriet der Experte nicht.

UBS mit weitaus höherer Novo-Prognose

Matthew Weston von der schweizer Großbank UBS geht hingegen davon aus. Die Verschreibungszahlen des Abnehmmittels Wegovy in Pillenform imponierten weiterhin, schrieb er jüngst in seinem Ausblick auf den Quartalsbericht des Konzerns Anfang Mai. Weston hatte das Kursziel für Novo Nordisk auf 332 DKK (44,42 Euro) belassen, sieht somit gut 30 Prozent Kurspotenzial.

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