Novo Nordisk Aktie: Kurs fällt 7,4 Prozent nach Strategietag

Symbolbild, KI-generiert

Novo Nordisk investiert Milliarden in Rückkäufe und setzt auf neue Medikamente, während der Semaglutid-Patentschutz in den USA ausläuft.

Auf einen Blick:
  • Mehr als 34 Millionen B-Aktien zurückgekauft
  • Rückkäufe kosten rund 9,63 Milliarden DKK
  • Semaglutid-Exklusivität endet 2032 in den USA
  • EU-Ausschuss empfiehlt zwei neue Zulassungen

Novo Nordisk setzt bei der Kapitalverwendung weiterhin auf den Erwerb eigener Papiere. Seit Anfang Februar kaufte der dänische Pharmakonzern über 34 Millionen eigene B-Aktien zurück. Dafür wendete das Unternehmen Transaktionsmittel von rund 9,63 Milliarden DKK auf.

Das fortlaufende Rückkaufprogramm stützt die Kapitalstruktur, während der Konzern seine organisatorische Aufstellung schärft. Zu den jüngsten Weichenstellungen gehört auch ein angepasster Außenauftritt: Im täglichen Betrieb firmiert das Unternehmen unter dem Namen Novo, während Novo Nordisk A/S als juristische Bezeichnung fortbesteht.

An der Börse gerieten die Papiere zuletzt dennoch unter Druck. Gestern verlor die Aktie 7,4 Prozent auf 34,84 Euro. Seit Jahresanfang beläuft sich das Minus damit auf 21 Prozent. Marktteilnehmer reagierten damit zurückhaltend auf die mittelfristigen Perspektiven, die das Management auf einer Investorenkonferenz in London skizzierte.

Patentablauf von Semaglutid im Fokus

Auf der Konferenz sprach CEO Mike Doustdar die zentralen Herausforderungen der kommenden Jahre an. Der Patentschutz für den Wirkstoff Semaglutid, der die Basis der Medikamente Wegovy und Ozempic bildet, läuft schrittweise ab. Dies betrifft insbesondere das US-Geschäft, das für mehr als die Hälfte der Konzernerlöse steht.

In den USA endet die Exklusivität für Semaglutid im Jahr 2032. Für die Phase zwischen 2026 und 2030 peilt Novo Nordisk ein Umsatzwachstum im Rahmen des Branchendurchschnitts an. Gleichzeitig plant der Konzern, bis 2030 weltweit mehr als 60 Millionen Patienten zu versorgen.

Um die Ertragskraft zu sichern, passt das Unternehmen seine Kostenstrukturen fortlaufend an. Die operative Marge soll ungeachtet der Marktveränderungen auf einem weitgehend stabilen Niveau gehalten werden, flankiert von einer attraktiven Dividende je Aktie.

Neue Präparate und europäische Zulassungsanträge

Den drohenden Umsatzverlusten durch künftige Generika will das Unternehmen mit neuen Entwicklungsprojekten begegnen. Bis 2030 beabsichtigt Novo Nordisk, mehr als fünf neue Blockbuster-Medikamente einzuführen. Für das Jahr 2035 werden Erlöse aus der Produktpipeline von über 150 Milliarden dänischen Kronen anvisiert.

Im Bereich der Adipositas-Behandlung plant der Konzern den Rollout nächster Therapiegenerationen, beginnend mit dem Kombinationswirkstoff CagriSema, gefolgt von hochdosierten Formulierungen sowie den Substanzen Cagrilintid und Zenagamtide.

Parallel dazu stärkt das Unternehmen weitere Geschäftsfelder: Der Ausschuss für Humanarzneimittel der Europäischen Arzneimittel-Agentur sprach am Freitag eine Zulassungsempfehlung für das Wachstumshormon Sogroya bei Kindern mit idiopathischem Kleinwuchs aus. Bereits am Donnerstag hatte das Gremium eine positive Stellungnahme für das Hämophilie-Mittel FREHEMGO abgegeben.

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