Gewinnmitnahmen belasten Novo Nordisk: Die Aktie fällt heute um 3,9%, nachdem sie gestern im Anschluss an die Quartalszahlen gestiegen war. Medienberichten zufolge erklären Gewinnmitnahmen den Rückgang. Analysten äußerten zudem Bedenken mit Blick auf das Wachstum 2027, den Preisdruck und die Konkurrenz.
Analysten setzen unterschiedliche Kursziele
Die Deutsche Bank hob ihr Kursziel heute von 225 DKK auf 240 DKK an, bestätigte aber ihre Verkaufsempfehlung. Damit fällt die Einschätzung trotz des höheren Zielwerts weiterhin zurückhaltend aus.
UBS senkte dagegen heute ihr Kursziel von 332 DKK auf 312 DKK und behielt die neutrale Einstufung bei. Beide Häuser änderten damit ihre Bewertungsmarken, nicht aber ihre Empfehlungen für die Aktie.
Die unterschiedlichen Zielkorrekturen folgen auf die gestrige Ergebnisvorlage. Novo Nordisk meldete für das dritte Quartal 2026 einen Anstieg des bereinigten operativen Gewinns um 27% bei konstanten Wechselkursen. Das ausgewiesene operative Ergebnis sank dagegen um 9%, belastet durch nicht zahlungswirksame Wertminderungen.
Forschungskooperation soll enden
Abseits der Ergebnisdebatte hat Novo Nordisk am Dienstag Korro Bio die Kündigung der Forschungskooperation und Lizenzvereinbarung mitgeteilt. Das geht aus einer heute veröffentlichten Pflichtmitteilung von Korro an die US-Börsenaufsicht SEC hervor. Die Beendigung soll zum 1. Februar 2027 wirksam werden.
Nach Angaben von Korro erstattet Novo Nordisk bestimmte Abwicklungskosten sowie Kosten aus bereits eingegangenen Verpflichtungen. Eine Vertragsstrafe für die vorzeitige Beendigung fällt demnach nicht an.
Zudem kündigte Novo Nordisk gestern einen Wechsel im Finanzressort an: Finanzchef Karsten Munk Knudsen verlässt das Unternehmen nach 27 Jahren. Er soll bis Ende Dezember 2026 bleiben. Als Nachfolger wurde Luigi La Corte benannt, der derzeit Finanzchef von Galderma ist.
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