Die Aktien von Gesundheitsunternehmen gerieten unter Druck, nachdem die Investmentbank HSBC ihre Einschätzung zu den Verkaufsaussichten von Medikamenten zur Gewichtsreduktion deutlich nach unten korrigiert hatte. Besonders betroffen war der US-Konzern Eli Lilly, dessen Aktie nach einer Herabstufung durch HSBC spürbar nachgab. Für Novo Nordisk, den dänischen Wettbewerber im Markt für GLP-1-Präparate, dürfte diese Entwicklung jedoch differenziert zu bewerten sein.
HSBC zweifelt an Lillys Wachstumsstrategie
Die Analysten der HSBC begründeten ihre skeptische Haltung gegenüber Eli Lilly mit zu optimistischen Annahmen des Unternehmens. Der Hersteller von Zepbound scheine davon auszugehen, dass Preissenkungen automatisch zu höheren Verkaufszahlen führen würden. Die HSBC-Analysten warnen jedoch, dass diese Rechnung möglicherweise nicht aufgehe.
Zwei Faktoren könnten Lillys Strategie gefährden: Zum einen die allgemeine wirtschaftliche Lage, zum anderen die Partnerschaft zwischen Novo Nordisk und der Online-Apotheke Hims & Hers. Diese Kooperation könnte dem dänischen Konzern Vertriebsvorteile verschaffen, die in den Prognosen von Eli Lilly möglicherweise nicht ausreichend berücksichtigt wurden.
Novo Nordisk A/S Aktie Chart
Novo Nordisk zwischen Chancen und Branchenrisiken
Für Novo Nordisk ergibt sich aus der HSBC-Analyse ein zwiespältiges Bild. Einerseits könnte die Zusammenarbeit mit Hims & Hers dem Unternehmen helfen, Marktanteile im wichtigen US-Markt zu sichern oder auszubauen. Die direkte Verfügbarkeit über Online-Kanäle dürfte gerade bei Lifestyle-Medikamenten ein wichtiger Wettbewerbsvorteil sein.
Andererseits zeigt die generelle Skepsis der HSBC gegenüber den Wachstumserwartungen im GLP-1-Segment, dass auch Novo Nordisk möglicherweise mit gedämpfteren Umsatzzuwächsen rechnen muss als bisher erhofft. Preisdruck durch aggressive Strategien der Konkurrenz könnte die Margen belasten, selbst wenn die Verkaufsmengen steigen.
Anleger sollten beobachten, wie sich der Wettbewerb im Markt für Abnehmmedikamente entwickelt. Die Frage nach der nachhaltigen Profitabilität in diesem Segment bleibt vorerst offen, auch wenn die kurzfristigen Aussichten für Novo Nordisk durch die Schwäche bei Eli Lilly zunächst gestützt werden könnten.
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