Die Novo Nordisk-Aktie hat 2026 gut 20 Prozent verloren, und JPMorgan-Analyst Richard Vosser schreibt am Montag, er rechne „eher“ mit einem Erfolg der ZEUS-Studie. Eher. Das ist die Art von Formulierung, die Anleger nicht wirklich weiterbringt.
Was in der ZEUS-Studie auf dem Spiel steht
Konkret geht es um Ziltivekimab, einen Antikörper, der in der Studie bei verschiedenen Patientengruppen auf seine Wirksamkeit in der Vermeidung von Herz-Kreislauf-Ereignissen geprüft wird. Besonders interessant ist dabei die Gruppe der Patienten mit chronischer Nierenerkrankung, kurz CKD. Vosser sieht hier Umsatzpotenzial, das laut seiner Einschätzung eine Kursreaktion von bis zu plus 5 Prozent auslösen könnte. Bei einer Aktie, die in den vergangenen 30 Tagen knapp 10 Prozent verloren hat. Nun ja.
Novo Nordisk A/S Aktie Chart
Das eigentliche Problem heißt Ozempic
Vosser selbst sagt es: Entscheidend für die Novo Nordisk-Aktie seien die Abnehmmittel, nicht Ziltivekimab. Das Gewichtsreduktionsgeschäft rund um Semaglutid ist das, worüber Anleger wirklich nachdenken, wenn sie die Aktie bewerten. Und dort läuft der Wettbewerb, vor allem durch Eli Lilly mit Tirzepatid, seit Monaten auf Hochtouren.
JPMorgan hält das Kursziel bei 250 dänischen Kronen und die Einstufung auf „Neutral“. Wer auf ein klares Signal gehofft hatte, wartet weiter. Die nächsten Quartalszahlen stehen erst Anfang September an.
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