Novo Nordisk-Aktie: Jetzt wird’s spannend!

Novo Nordisk sichert sich für bis zu 2,1 Milliarden Dollar Technologie zur oralen Verabreichung von Wirkstoffen.

Auf einen Blick:
  • Lizenzvertrag mit Vivtex im Wert von bis zu 2,1 Milliarden Dollar
  • Fokus auf orale Formulierungen für Adipositas- und Diabetesmedikamente
  • Novo Nordisk übernimmt Entwicklung und Vermarktung künftiger Produkte
  • Deal folgt auf Preissenkungen bei Wegovy und Ozempic um bis zu 50 Prozent

Die Dänen geben richtig Gas. Novo Nordisk hat sich jetzt die Rechte an oralen Medikamententechnologien des US-Startups Vivtex gesichert. Der Deal ist bis zu 2,1 Milliarden Dollar schwer und zeigt deutlich, wohin die Reise geht. Nach dem erfolgreichen Start der Pillenversion von Wegovy will der Konzern seine Pipeline massiv ausbauen.

Der Markt für Abnehmmittel wächst rasant, aber der Wettbewerb schläft nicht. Novo Nordisk muss sich gegen Konkurrenten wie Eli Lilly behaupten. Die Zusammenarbeit mit Vivtex soll genau dabei helfen. Ziel ist es, biologische Wirkstoffe oral verfügbar zu machen, die bisher nur als Spritze funktionierten. Das Problem dabei ist die schlechte Aufnahme im Magen-Darm-Trakt.

Vivtex bringt die Technologie, Novo Nordisk die Marktmacht

Die Aufgabenteilung ist klar geregelt. Vivtex stellt seine proprietäre Plattform zur Verfügung, die verschiedene Screening-Verfahren, Formulierungstechnologien und KI-gestützte Simulationen kombiniert. Novo Nordisk übernimmt dann Entwicklung, Zulassung, Herstellung und Vermarktung. Vivtex kassiert dafür neben der Vorauszahlung auch Meilensteinzahlungen und gestaffelte Lizenzgebühren auf künftige Verkäufe.

Der Deal kommt nicht zufällig jetzt. Erst gestern kündigte Novo Nordisk an, die US-Listenpreise für Wegovy und Ozempic ab nächstem Jahr um bis zu 50 Prozent zu senken. Ein klarer Schachzug im Preiskrieg mit Eli Lilly. Anfang der Woche hatte zudem enttäuschende Studienergebnisse zu CagriSema die Aktie belastet.

Novo Nordisk setzt mit diesem Schritt auf die Zukunft. Pillen sind für viele Patienten attraktiver als Spritzen und lassen sich günstiger produzieren. Ob die Technologie von Vivtex hält, was sie verspricht, wird sich zeigen. Fest steht aber, dass die Dänen jetzt alle Hebel in Bewegung setzen, um ihre Spitzenposition zu verteidigen.

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