Mehr als 11 Milliarden Dänische Kronen Forschungsausgaben in nur drei Monaten geben einen Hinweis darauf, wie aggressiv Novo Nordisk seine nächste Wachstumsphase vorbereitet. Im zweiten Quartal belief sich der Aufwand für Forschung und Entwicklung auf 11,46 Milliarden Kronen. Gleichzeitig erwirtschaftete der Konzern 20,99 Milliarden Kronen Nettogewinn. Forschung und laufende Profitabilität erreichen damit jeweils Milliardenbeträge, die nur wenige Pharmakonzerne stemmen können.
Das Produktfeld, auf das ein erheblicher Teil dieser Anstrengungen zielt, bleibt Adipositas. Novo Nordisk bereitet in Deutschland eine Warteliste für eine Abnehmpille vor. Eine orale Therapie könnte Patienten ansprechen, die Spritzen vermeiden möchten. Der Konzern trifft dabei auf einen starken Wettbewerber: Eli Lilly hat mit Mounjaro erheblichen Marktdruck aufgebaut.
Die Börse hat nach der langen Korrektur bereits wieder Vertrauen zurückgewonnen. Bei 40,00 Euro am Freitag liegt Novo Nordisk über sechs Monate fast 24 % im Plus. In der vergangenen Woche kamen rund 3,5 % hinzu. Der Tagesverlust von 0,87 % fällt vor diesem Hintergrund klein aus.
Novo Nordisk Aktie Chart
Novo Nordisk hat seine Chance
Auch das zweite Quartal bot Unterstützung. Der Umsatz von 78,49 Milliarden Kronen lag deutlich über der Erwartung, ebenso das Ergebnis je Aktie von 6,18 Kronen. Der operative Gewinn erreichte 33,39 Milliarden Kronen. Damit verfügt Novo Nordisk weiterhin über eine außergewöhnlich hohe Ertragskraft, während gleichzeitig Milliarden in neue Medikamente und Indikationen fließen. Die Aktie steht deshalb nicht mehr ausschließlich für den früheren GLP-1-Boom, sondern zunehmend für die Frage, wie breit der Konzern seine hohe Profitabilität in neue Produkte übertragen kann.
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