Novo Nordisk-Aktie: Immer feste drauf!

Der dänische Pharmariese Novo Nordisk erwartet einen deutlichen Umsatzrückgang und verliert gegenüber dem Konkurrenten Eli Lilly an Boden, was zu einem massiven Kursverfall führte.

Auf einen Blick:
  • Unternehmen prognostiziert deutlichen Umsatzrückgang
  • Starker Wettbewerbsdruck durch Eli Lilly
  • Aktienkurs verliert fast 20 Prozent
  • Hoffnungen auf Wachstum durch Wegovy-Tablette schwinden

Erst kürzlich schockierte Novo Nordisk die Anleger mit den Umsatzschätzungen für das laufende Jahr. Die Analysten stellten sich zwar bereits auf Rückgänge ein, welche den Prognosen zufolge mit 1,4 Prozent im Schnitt eher überschaubar ausfallen sollten. Das Unternehmen selbst vernichtete nun jegliche Hoffnung auf einen derart glimpflichen Ausgang regelrecht.

In Aussicht gestellt wurde bei der Vorlage der jüngsten Quartalszahlen ein Umsatzeinbruch von fünf bis 13 Prozent. Begründet wurde das zum einen mit Vorhaben der US-Regierung, Medikamentenpreise zu senken. Davon ab warnt Novo Nordisk aber auch vor der stärkeren Konkurrenz.

Novo Nordisk: Eli Lilly tritt nach

Letztere lieferte nur einen Tag später dann auch mehr oder weniger den Beweis dafür ab, dass Novo Nordisk insbesondere auf dem wichtigen US-Markt weiter zurückfällt. Der US-Konzern Eli Lilly begeisterte die eigenen Anleger mit Zahlen und Ausblick und geht von ansehnlichen Umsatzsprüngen im Jahr 2026 aus.

Zwar müssen solche nicht zwingend zu Lasten von Novo Nordisk gehen. Der Eindruck drängt sich momentan jedoch auf, und dementsprechend verhalten sich die Börsianer. Während die Eli Lilly-Aktie munter in die Höhe schnellt, rutschte Novo Nordisk in dieser Woche um fast 20 Prozent ab und erreichte am Donnerstagmorgen nur noch Kurse von 40,45 Euro.

Novo Nordisk Aktie Chart

Die Euphorie ist weg

Gänzlich weggewischt sind damit auch die Hoffnungen darauf, dass Novo Nordisk mit der Wegovy-Tablette endlich wieder zurück in den Wachstumskurs finden könnte. Zwar wurde im Januar über ansehnliche Verschreibungszahlen berichtet. Die Preise sind jedoch geringer als bei den Spritzen, sodass sich Rückgänge an dieser Stelle offensichtlich nicht einfach kompensieren lassen. Gelingt es Eli Lilly, im weiteren Jahresverlauf ebenfalls eine Zulassung für eine Abnehmpille zu erhalten, könnte es für Novo Nordisk noch ungemütlicher werden.

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