Die Aktie von Novo Nordisk hat ihre Erholungstendenz offensichtlich erst einmal beendet. Die Papiere des dänischen Pharmakonzerns waren Mitte vergangener Woche bis auf 42,33 Euro zurückgefallen, hatten sich bis Montag zum Xetra-Handelsschluss allerdings wieder auf 43,51 Euro verbessert. Am Dienstag bis nach dem Mittag steht bei der Novo-Aktie allerdings bereits wieder ein Minus von 1,7 Prozent auf noch 42,77 Euro. Und klar, die Papiere waren ja fast am Ziel.
Novo-Kursziel von 44,40 Euro bestätigt
Denn ein solches formulierte die UBS zuletzt bei 332 Dänischen Kronen (DKK), umgerechnet 44,40 Euro. Keine Überraschung, dass die schweizer Großbank die Aktie von Novo Nordisk mit diesem Kursziel lediglich auf „Neutral“ beließ. Seine Schätzungen für den Pharmakonzern deckten sich in etwa mit den Markterwartungen, schrieb UBS-Analyst Matthew Weston laut finanzen.net in seinem Ausblick. Bei der Abnehmepille „Wegovy“ erwartet er allerdings wegen anziehender US-Nachfrage „ein deutlich stärkeres Wachstum“.
Mit seiner Einschätzung ist Weston sogar noch ausgesprochen optimistisch. Die Prognosen von Ende Juni aus anderen Häusern hat die Novo-Aktie bereits überschritten:
- Jefferies: 285,00 DKK
- JP Morgan: 250,00 DKK
- Deutsche Bank: 290,00 DKK
Am optimistischsten war noch die Deutsche Bank, die umgerechnet 38,80 von den Papieren erwartet – fast zehn Prozent unter dem aktuellen Kurs. Emmanuel Papadakis mahnte, 2031 drohe den Dänen eine milliardenschwere Patentklippe, und er sehe „nur wenige Szenarien, in denen diese nennenswert abgefedert werden könnte“.
Erwartungen bei Novo Nordisk bereits eingepreist
Der Pharmakonzern dürfte am 5. August ordentliche Quartalszahlen vorlegen und mit der Pillenform des Gewichtssenkers Wegovy erneut die Erwartungen deutlich übertroffen haben, schrieb indes Richard Vosser von JP Morgan in seinem Ausblick. Er rechne mit einer Anhebung der Jahresziele. Warum dann die niedrige Prognose? Dies alles preisten die Konsensschätzungen aber wohl schon ein, glaubt Vosser.
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