Es läuft gerade nicht rund für Novo Nordisk. Die Aktie hat in den vergangenen 30 Tagen gut 11 Prozent verloren, und am Donnerstag kam der nächste Dämpfer: Analysten der Deutschen Bank haben ihre Einstufung gesenkt und dabei eine Warnung mitgeliefert, die sitzt.
Der Kern des Problems
Die Verlangsamung beim Umsatzwachstum, die Novo Nordisk zuletzt gezeigt hat, könnte sich fortsetzen. So lautet die Einschätzung der Deutschen Bank. Das ist das eigentliche Problem hinter der Herabstufung, nicht irgendein kurzfristiger Ausreißer, sondern ein struktureller Trend, der sich in den vergangenen Quartalen festgesetzt hat.
Der Däne hatte mit Ozempic und Wegovy früh das Feld der GLP-1-Medikamente dominiert. Doch dieser Vorsprung schmilzt.
Eli Lilly holt auf, und nicht nur Eli Lilly
Intensivierter Wettbewerb von Eli Lilly und kleineren Rivalen drückt auf die Zahlen. Novo Nordisk gibt Marktanteile in einer Kategorie ab, die sie selbst mit aufgebaut haben. Das ist die bittere Ironie der Geschichte: Wer den Markt für GLP-1-Wirkstoffe erst groß gemacht hat, muss jetzt zusehen, wie andere davon profitieren.
Rotation macht es nicht besser
Zusätzlich drehte der Markt am Donnerstag aus defensiven Sektoren wie Gesundheit heraus und rein in Technologiewerte. Novo Nordisk traf also gleich zwei Wellen auf einmal: die fundamentale Herabstufung und den makrogetriebenen Abfluss aus dem Sektor.
Ob die Aktie auf dem aktuellen Niveau, nahe dem unteren Ende der 52-Wochen-Spanne von gut 30 Euro, einen Boden findet, steht auf einem anderen Blatt. Die Deutsche Bank jedenfalls glaubt es gerade nicht.
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