Novo Nordisk-Aktie: Das Desaster!

Die Aktie des dänischen Pharmakonzerns verliert bis zu 17 Prozent, nachdem eine neue Abnehm-Therapie in Studien hinter den Erwartungen zurückblieb.

Auf einen Blick:
  • Novo Nordisk-Aktie bricht um 17 Prozent ein nach enttäuschenden Studiendaten
  • OMX Copenhagen 25 Index verliert 3,6 Prozent im Sog der Novo-Verluste
  • Neue Abnehm-Therapie bleibt hinter Eli Lillys Konkurrenzprodukt zurück
  • 21 von 25 dänischen Indexwerten handeln im Minus

Die Kurse von Novo Nordisk sind heute regelrecht abgestürzt. Bis zu 17 % verlor die Aktie des dänischen Pharmakonzerns an Wert. Der Grund ist schnell gefunden: Die neue Abnehm-Therapie des Unternehmens hat in einer Studie enttäuscht und bleibt hinter dem Blockbuster-Medikament von Eli Lilly zurück. Das ist ein harter Schlag für die Dänen, die ohnehin schon mit brutalem Wettbewerb durch Nachahmer-Produkte und dem unaufhaltsamen Aufstieg des US-Rivalen Lilly zu kämpfen haben.

Die Auswirkungen beschränken sich nicht auf Novo allein. Der dänische Leitindex OMX Copenhagen 25 sackte um bis zu 3,6 % ab. Auch die dänische Krone gab nach, was darauf hindeutet, dass ausländische Investoren massiv Kapital aus Dänemark abziehen. Von den 25 Aktien im Index notierten 21 im Minus. Besonders hart traf es Zealand Pharma, ebenfalls ein Entwickler von Abnehm-Medikamenten.

Novo zieht ganz Dänemark mit nach unten

Per Hansen von Nordnet bringt es auf den Punkt: Novo Nordisks Absturz erzeugt negative Spillover-Effekte für andere dänische Aktien. Ausländische Investoren ziehen sich offenbar kollektiv aus dänischen Unternehmen zurück. Die Reaktion sei angesichts der Häufung negativer Nachrichten von Novo verständlich. Das Unternehmen hatte bereits vor einem drastischen Umsatzrückgang in diesem Jahr gewarnt.

Die Probleme bei Novo werfen längst Schatten auf die gesamte dänische Wirtschaft. Das AAA-bewertete Land hatte den Pharmakonzern in den vergangenen Jahren als wichtigen Wachstumsmotor. Jetzt belasten die Schwierigkeiten des Unternehmens das Verbrauchervertrauen und drücken auf das BIP-Wachstum Dänemarks.

Anleger müssen sich nun fragen, ob das Schlimmste überstanden ist oder ob weitere Enttäuschungen folgen. Die Konkurrenz schläft nicht, und Novo muss liefern. Schnell.

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