Novo Nordisk-Aktie: Denken hier alle falsch!?

Die Novo Nordisk-Aktie legte nur leicht zu, während EMA-Empfehlung, günstiges KGV und Analystenziele von bis zu 44 Euro kaum Wirkung zeigten.

Auf einen Blick:
  • Wochenplus von 0,2 Prozent
  • Sogroya erhält positive EMA-Empfehlung
  • KGV von 12,5 signalisiert günstige Bewertung
  • Analysten sehen über zehn Prozent Potenzial

Auch gute Nachrichten helfen der Aktie von Novo Nordisk nicht direkt weiter. Das Unternehmen hat am Freitag einen kleinen Aufschlag geschafft. Die Woche endete mit einem Plus von 0,2 % an der Börse München. Die Aktie kam auf einen Kurs von 37,80 Euro.

Allerdings bleibt das Papier damit in einem mäßigen Seitwärtstrend. Zum GD200 bei 39,73 Euro fehlen immer noch rund 2 Euro und zur 100-Tage-Linie sogar etwas mehr. Das bedeutet, dass die technischen Maßstäbe für die Aktie eher einen Abwärtstrend anzeigen.

Eine Empfehlung hat hier noch nicht viel bewegt

Es hilft alles nichts: In der EU hat nun die EMA eine Zulassungsempfehlung für Sogroya gegeben. Dieses Medikament soll bei der Behandlung von Kindern mit idiopathischer Kleinwüchsigkeit und anhaltenden Wachstumsstörungen helfen. Weltweit seien nach Angaben von Novo Nordisk bis zu 3 % der Kinder davon betroffen.

Das wiederum könnte rein rechnerisch durchaus ein entsprechendes Geschäft darstellen. Allerdings haben sich die Börsen auch davon nicht beeindrucken lassen.

Novo Nordisk ist zudem vergleichsweise günstig bewertet, was an den Börsen derzeit ebenfalls nur eine geringe Rolle spielt. Das KGV liegt bei 12,5 und damit teilweise deutlich niedriger als bei vergleichbaren Unternehmen. Insofern ist die Aktie wirtschaftlich betrachtet möglicherweise in einer besseren Verfassung, als es die Börsen derzeit widerspiegeln.

Novo Nordisk Aktie Chart

Analysten sind tatsächlich der Meinung, die Aktie könnte deutlich mehr wert sein. Bei gut 10 % liegt das durchschnittliche Potenzial aus ihrer Sicht. Dabei werden Kursziele von bis zu 44 Euro genannt.

Davon ist die Stimmung an den Märkten für Novo Nordisk derzeit allerdings deutlich entfernt. Insofern hat sich auch in der vergangenen Woche an der Ausgangslage wenig geändert. Möglicherweise wird sich dieses Potenzial erst mittelfristig entfalten.

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