Das war für Anleger ein ziemlicher Schock: Die Aktie von Novo Nordisk, zuletzt bis auf 45,40 Euro gestiegen, hatte sich am Freitag noch lange Zeit gut gehalten. 44,80 Euro, so lautete bei den Papieren des dänischen Pharmakonzerns der Tageshöchststand. Um kurz nach 13 Uhr war dann plötzlich alles anders: Die Novo-Aktie brach auf weniger als 40 Euro ein, lag zeitweilig mit fast neun Prozent im Minus. Der Hintergrund: Eine Studie erbrachte nicht das gewünschte Ergebnis.
Novo Nordisk Aktie Chart
Studienfehlschlag bei Novo Nordisk
Denn Novo Nordisk gab nach dem Mittag die wichtigsten Ergebnisse der Phase-3-Studie ZEUS zu kardiovaskulären Endpunkten bekannt. Zwar zeigte Ziltivekimab demnach eine Interaktion mit dem Zielmolekül und eine Hemmung des IL-6-Signalwegs, „doch führte dies bei Patienten mit atherosklerotischer kardiovaskulärer Erkrankung (ASCVD), chronischer Nierenerkrankung (CKD) und Entzündung nicht zu einer Verringerung des Risikos für schwerwiegende unerwünschte kardiovaskuläre Ereignisse (MACE) im Vergleich zu Placebo“, wie man einräumen musste.
„Die Studie ZEUS sollte prüfen, ob sich durch die Hemmung des IL-6-Signalwegs eine Verringerung der kardiovaskulären Entzündung in eine geringere Anzahl schwerwiegender kardiovaskulärer Ereignisse übersetzen lässt“, sagte Martin Holst Lange, Executive Vice President und Leiter Forschung und Entwicklung bei Novo Nordisk.
- Obwohl Ziltivekimab die erwartete biologische Wirkung gezeigt habe, wie er meinte,
- „führte dies bei dieser Patientengruppe nicht zu einem Nutzen hinsichtlich MACE“
Novo-Aktie letztlich im Monatsminus
Auch wenn das Mittel den erhofften MACE-Nutzen nicht erbracht habe, ändere dies nichts an Novos strategischen Engagement im Bereich der kardiovaskulären Erkrankungen, wie Lange versicherte. Überzeugt hat das die Anleger indes nicht: Die Aktie von Novo Nordisk, die sich praktisch über den gesamten Juli Stück für Stück verbessert hatte, verabschiedete sich nach dem Fehlschlag schließlich mit gut drei Prozent im Monatsminus.
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