Novo Nordisk drückt aufs Tempo. Nach einem volatilen Jahresstart treibt der dänische Pharmakonzern seinen Aktienkurs massiv an. Das Management kombiniert milliardenschwere Aktienrückkäufe mit neuen klinischen Erfolgen. Die Strategie zeigt am Markt bereits Wirkung.
Neue Waffen gegen Eli Lilly
Im Kampf um den lukrativen Adipositas-Markt rüstet der Konzern auf. Großbritannien hat die Wegovy-Pille zugelassen. Damit bringt Novo Nordisk das erste tägliche GLP-1-Präparat in Tablettenform auf den Markt. Analysten werten diesen Schritt als entscheidend. Der Markt für klassische Spritzen gilt zunehmend als gesättigt.
Parallel dazu liefert die Forschung neue Daten. Auf einer Fachkonferenz im Juni präsentierte das Unternehmen Ergebnisse zum Präparat CagriSema. Die Studie belegt deutliche Rückgänge bei Blutzucker und Körpergewicht. Das stärkt die Position gegen den Hauptkonkurrenten Eli Lilly.
Milliarden für eigene Aktien
Das Management stützt den Kurs aktiv. Seit Februar läuft ein gewaltiges Rückkaufprogramm im Volumen von 15 Milliarden Dänischen Kronen. Allein Mitte Juni kaufte Novo Nordisk mehr als eine Million eigene Papiere vom Markt. Insgesamt sammelte der Konzern bereits knapp 21 Millionen Aktien ein. Das verknappt das Angebot spürbar.
Abseits der Börse investiert das Unternehmen in sein Umweltprofil. Ein neuer Vertrag sichert die Aufforstung von 500 Hektar im brasilianischen Amazonasgebiet. Das Projekt läuft über 20 Jahre. Es soll rund 87.000 CO2-Zertifikate generieren. Das Ziel: null Umweltbelastung bis zum Jahr 2045.
Heißgelaufene Erholung
An der Börse honorieren Investoren das Gesamtpaket. Die Aktie kletterte in den vergangenen sieben Tagen um gut elf Prozent nach oben. Aktuell notiert das Papier bei 42,08 Euro. Damit hat der Kurs die wichtige 200-Tage-Linie bei 40,97 Euro zurückerobert.
Ein Selbstläufer ist die Erholung nicht. Seit Jahresbeginn steht noch immer ein Minus von knapp sechs Prozent auf der Anzeigetafel. Der RSI-Indikator signalisiert mit einem Wert von fast 71 einen überkauften Zustand. Kurzfristig steigt damit die Gefahr von Gewinnmitnahmen. Hält die Unterstützung bei 40,97 Euro, bestätigt sich der langfristige Aufwärtstrend.
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