Novo Nordisk-Aktie: Ein Ausrufezeichen!

Die Aktie des Pharmakonzerns Novo Nordisk erlebt nach ihrem Kursknick ein Comeback. Nicht alle Analysten hatten das so erwartet, die Kursziele liegen weit auseinander.

Auf einen Blick:
  • Die Aktie von Novo Nordisk hat sich seit Mittwoch wieder deutlich erholt
  • Ein US-Analyst hatte die Papiere am Donnerstag zum Kauf empfohlen
  • Ein britischer Kollege wettet dagegen – und vergab ein niedriges Kursziel
  • Beim Pharmakonzern lagen die Prognosen zuvor schon weit auseinander

Liebe Leserin, lieber Leser,

nach ihrem Kursknick vom Mittwoch hatte die Aktie von Novo Nordisk am Donnerstag ein echtes Ausrufezeichen gesetzt. Im Xetra-Handel ging es mit den Papieren des dänischen Pharma-Konzerns um 6,76 Prozent nach oben auf wieder 53,06 Euro. Am Freitagmorgen schiebt sie sich weiter um gut drei Prozent nach oben auf aktuell 54,54 Euro. So bescheiden damit das Wochenplus (knapp drei Prozent), so beeindruckend der Aufschlag aus dem zurückliegenden Monat: Rund 25 Prozent hat die Novo-Aktie seitdem an Wert gewonnen. Und das könnte so weitergehen, glaubt ein Experte. Ein anderer wettet dagegen.

Novo Nordisk Aktie Chart

Goldman Sachs empfiehlt Novo Nordisk

Denn am Donnerstag haben sich gleich zwei Analysten zu Novo Nordisk gemeldet – und kamen zu gänzlich unterschiedlichen Einschätzungen. Da wäre zum einen James Quigley von der US-Investmentbank Goldman Sachs, der das Kursziel für Novo Nordisk von 352 auf 436 dänischen Kronen (DKK) angehoben und die Einstufung auf „Buy“ belassen. Kein Wunder, sieht er selbst nach der jüngsten Rallye mit umgerechnet 58,38 Euro bei Novo doch weiteres Kurspotenzial von rund zehn Prozent.

Das Abnehmmittel Wegovy in der neuen Tablettenform dürfte die Anlegerstimmung zunächst beflügeln und für Gewinndynamik sorgen, schrieb er laut Medienberichten in seiner Studie vom Donnerstag. Im zweiten Halbjahr 2026 kämen dann Erstattungen der US-Krankenversicherung als Triebfeder hinzu, glaubt er.

  • Weit weniger zuversichtlich zeigte sich am selben Tag James Gordon von der britischen Investmentbank Barclays
  • Er hat die Einstufung für Novo Nordisk auf „Equal Weight“ mit einem Kursziel von 360 dänischen Kronen belassen

Jefferies erwartet Absturz der Novo-Aktie

Sprich: Mit seiner Prognose von umgerechnet lediglich 48,20 Euro sieht er die Anteilscheine aktuell als überbewertet. Die jüngsten Daten zur oralen Einnahme des Abnehmmittels Wegovy in den USA seien vielversprechend, schrieb er zwar. Unklar sei allerdings, „ob die zu injizierende Version des Medikaments wieder an Schwung gewinnt“. Und so reihte sich Gordon bei den Skeptikern ein.

Denn bei kaum einem Titel gehen die Meinungen aktuell so weit auseinander, wie bei Novo Nordisk. Das zeigen die alleine die in den vergangenen sechs Tagen abgegebenen Prognosen, die finanzen.net auflistet:

  • UBS: 390,00 DKK
  • Jefferies: 270,00 DKK
  • Deutsche Bank: 475,00 DKK
  • Berenberg Bank: 415,00 DKK

Einen Absturz auf umgerechnet 36,15 Euro erwartet Michael Leuchten vom Analysehaus Jefferies: Hauptsächlicher Kurstreiber der Aktien seien die wöchentlichen Marktdaten zum Abnehmmittel Wegovy, schrieb er in seiner am Mittwoch vorliegenden Studie. Trotz starker Volumina zum Jahresbeginn dürfte das die Geschäftsergebnisse des dänischen Pharmakonzerns in diesem Jahr jedoch nicht nach oben treiben, „und wohl auch nicht im kommenden Jahr“, so der Skeptiker.

Deutsche Bank ist weiter zuversichtlich

Die Gegenposition besetzte in der Vorwoche Emmanuel Papadakis von Deutsche Bank Research. Er hatte die Einstufung für Novo Nordisk auf „Buy“ mit einem Kursziel von 475 DKK (63,60 Euro) belassen. Es scheine, als ob das Jahr des Feuerpferdes für die europäische Pharmabranche bereits früh begonnen habe, schrieb er laut Medienberichten in Anspielung an den chinesischen Kalender. Eigentlich startet dieses am 17. Februar. Nach dem robusten Jahresauftakt rät Papadakis zur Vorsicht und selektivem Vorgehen, da die Bewertungen generell „nicht mehr als günstig erachtet werden könnten“.

Doch er erkennt auch Ausnahmen: Seine Favoriten seien Novartis und Novo Nordisk unter den Bluechips sowie Genmab und UCB im Nebenwertebereich. Bei Novo, dem dänischen Spezialisten für Diabetes- und Abnehmpräparate, seien die Markterwartungen reichlich konservativ, sowohl für das vierte Quartal 2025 als auch das Jahr 2026, so der Analyst. Er erwartet einen weiteren Kursanstieg um mehr als 15 Prozent.

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