Die FDA schickt Novo Nordisk einen deutlichen Warnbrief. Die Behörde wirft dem dänischen Pharmariesen vor, in der TV-Werbung für die neue Wegovy-Pille irreführende Aussagen zu treffen. Formulierungen wie „live lighter“ oder „a way forward“ suggerierten, dass die orale Version von Wegovy einzigartige Ergebnisse ermögliche, die mit anderen zugelassenen GLP-1-Behandlungen nicht möglich seien.
Das Problem dabei ist simpel. Die FDA kennt keine Daten, die eine solche Überlegenheit gegenüber anderen GLP-1-Präparaten belegen würden. Weder bei der Wirksamkeit noch bei der Sicherheit. Die Behörde kritisiert zudem, dass die Werbung das Medikament als Lösung für umfassende Lebensprobleme darstellt und emotionale sowie psychologische Vorteile verspricht, die über den reinen Gewichtsverlust hinausgehen.
Novo Nordisk unter Zeitdruck
Novo Nordisk hat jetzt 15 Werktage Zeit, um schriftlich auf die Vorwürfe zu reagieren. Das Unternehmen bestätigte den Erhalt des Schreibens vom 5. Februar und erklärte, man nehme regulatorisches Feedback ernst. Die Anzeige läuft seit dem Launch der Wegovy-Pille im Januar, inklusive eines prominenten Super Bowl-Spots am vergangenen Sonntag. Das war die erste Super Bowl-Werbung überhaupt für Novo Nordisk.
Der Zeitpunkt ist denkbar ungünstig. Novo kämpft ohnehin darum, Marktanteile zurückzugewinnen, die an Konkurrenten wie Eli Lilly verloren gingen. Gleichzeitig läuft eine Klage gegen Hims & Hers wegen Patentverletzungen bei Semaglutid, dem Wirkstoff von Wegovy.
Die Dänen müssen nun liefern und die FDA überzeugen. Andernfalls droht die Einstellung sämtlicher Werbekampagnen mit den beanstandeten Aussagen. Für Anleger bedeutet das zusätzliche Unsicherheit in einem ohnehin hart umkämpften Markt.
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