Die Novavax-Aktie fällt dieser Tage einmal mehr durch ihre hohe Volatilität auf. Nachdem der Kurs des Impfstoffherstellers in den letzten fünf Handelstagen um 20 Prozent zugelegt hat, geht es am heutigen Donnerstag wieder um über fünf Prozent nach unten. Was steckt hinter dieser Berg- und Talfahrt?
Das steckte hinter der Bergfahrt
Auslöser der Bergfahrt der Novavax-Aktie waren offizielle Dokumente der US-Arzneimittelbehörde FDA. Die Berater der Behörde gaben bekannt, dass sie über eine Aktualisierung der COVID-19-Impfstoffe für die kommende Impfkampagne 2026/2027 abstimmen werden. Ziel ist es, die Vakzine gezielt auf die neue, dominierende XFG-Subvariante anzupassen.
Da Novavax signalisierte, produktionstechnisch sofort bereit zu sein und einen entsprechenden proteinbasierten Impfstoff für die XFG-Variante liefern zu können, kehrte der Optimismus an den Markt zurück. Für das Unternehmen bedeutet das die konkrete Aussicht auf stabile, staatlich gestützte Absätze im Herbst und Winter.
Und das hinter der Talfahrt
Dass der Kurs heute wieder spürbar nachgibt, hat im Wesentlichen zwei Gründe: Zum einen ist Novavax für seine extreme Volatilität bekannt. Das bedeutet, dass es Anleger gewohnt sind, ihre Gewinne relativ schnell einzustreichen.
Zum anderen herrscht am Markt immer noch eine langfristig Umsatzskepsis gegenüber dem Unternehmen. Obwohl Novavax operativ durch Kostensenkungen und Deals (wie mit Sanofi und Pfizer für sein Matrix-M-Adjuvans) stabiler dasteht als noch vor zwei Jahren, schrumpft das Kerngeschäft mit reinen Corona-Impfstoffen langfristig. Sobald die erste Euphorie über eine neue Virusvariante verfliegt, rückt an der Wall Street schnell wieder die Frage in den Vordergrund, wie nachhaltig die Umsätze abseits von Sonderkonjunkturen sind.
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