Auf den Pharmakonzern Novartis warten in den kommenden Wochen zentrale Wegmarken, die für die strategische Ausrichtung und das Vertrauen der Anleger bedeutsam sind. Neben richtungsweisenden Studiendaten steht gegen Monatsende der Bericht für das dritte Quartal an. An der Börse notiert die Aktie heute bei 127,84 Euro, was einem Zuwachs von 0,7 Prozent entspricht.
Wichtige Studiendaten auf dem Fachkongress
Im Fokus der klinischen Entwicklung steht das Portfolio zur Behandlung der Multiplen Sklerose. Auf dem Kongress MSToronto2026 kündigte das Unternehmen die Präsentation von insgesamt 46 Abstracts an. Neben Auswertungen zum Mittel Kesimpta richten sich die Blicke vor allem auf Remibrutinib. Für den 23. Oktober ist dort die Vorstellung der Phase-III-Daten aus den Studien REMODEL-1 und REMODEL-2 angekündigt.
Der Wirkstoff Remibrutinib nimmt bereits eine tragende Rolle im Forschungsprogramm ein. Für Erwachsene mit symptomatischem Dermographismus genehmigte die US-Gesundheitsbehörde FDA das Präparat unter dem Namen Rhapsido, falls H1-Antihistaminika nicht ausreichen. In der Phase-III-Studie RemIND erreichten nach zwölf Wochen 29,3 Prozent der Patienten unter Rhapsido eine vollständige Abheilung der Quaddeln, gegenüber 14,0 Prozent in der Placebogruppe.
Die bevorstehenden Daten sollen aufzeigen, ob der Wirkstoffkandidat auch im neurologischen Bereich tragfähige Ergebnisse liefert. Für Novartis geht es darum, die Basis für künftiges Wachstum zu stärken und das Portfolio breiter aufzustellen.
Erweiterung der Pipeline und Rückschläge
Parallel dazu treibt der Konzern Partnerschaften voran. Novartis schloss Anfang Oktober eine Lizenz- und Optionsvereinbarung mit Abogen Biosciences ab. Das Unternehmen sicherte sich weltweite Exklusivrechte an ABO2203 sowie Optionen auf zusätzliche RNA-Programme. Die Vereinbarung umfasst eine Vorabzahlung von 575 Millionen USD und sieht bei Ausübung aller Optionen mögliche Meilensteinzahlungen von bis zu rund 7,2 Milliarden USD vor.
Dass klinische Entwicklungen stets mit Unsicherheiten behaftet sind, zeigte sich am 8. September. In der Phase-III-Studie HARBOR verfehlte der Kandidat Del-desiran bei DM1 den primären Endpunkt vHOT. Derartige Rückschläge erhöhen die Bedeutung der jüngeren Initiativen.
Quartalszahlen und langfristige Perspektiven
Am 27. Oktober veröffentlicht Novartis die Geschäftszahlen für das dritte Quartal und die ersten neun Monate. Marktteilnehmer erwarten dabei nicht nur Aufschluss über das laufende Geschäft, sondern auch Signale zur strategischen Weiterentwicklung.
Am 1. Oktober passte Goldman Sachs die Bewertung an. Analyst James Quigley stufte das Papier weiterhin mit „Sell“ ein, hob das Kursziel jedoch auf 113 CHF an. Seine Schätzungen für das Quartal lagen weitgehend im Konsens, wobei er besonderes Interesse an Aussagen zu den Aussichten nach 2030 betonte.
Seit Jahresbeginn verzeichnet die Aktie einen Wertzuwachs von 8,2 Prozent. Die Präsentation der Studienergebnisse am 23. Oktober und der Quartalsbericht am 27. Oktober bilden die nächsten Fixpunkte für die weitere Entwicklung.
Novartis-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Novartis-Analyse vom 09. Oktober liefert die Antwort:
Die neusten Novartis-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Novartis-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 09. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
