Die Schweizer ziehen sich aus Indien zurück. Novartis verkauft 70,7 % seiner Anteile an der börsennotierten indischen Tochter für umgerechnet rund 159 Millionen Dollar. Ein Konsortium aus Private-Equity-Investoren übernimmt. Das klingt nach wenig Geld für einen Pharmakonzern dieser Größenordnung.
Der Deal ist Teil einer größeren Umstrukturierung, die Novartis bereits vor zwei Jahren eingeleitet hat. Die Käufer sind WaveRise Investments, ChrysCapital Fund X und Two Infinity Partners. Sie übernehmen die Anteile über einen Aktienkaufvertrag. Novartis India bleibt börsennotiert in Mumbai, aber ohne die Schweizer Mutter im Rücken.
Interessant ist das Timing. Gerade jetzt, wo Zolldrohungen und geopolitische Spannungen zunehmen, trennt sich Novartis von seinem Indien-Geschäft. Zufall? Wohl kaum. Die Konzernzentrale will sich offensichtlich auf andere Märkte konzentrieren.
Analysten bleiben optimistisch trotz Verkauf
Trotz des Rückzugs aus Indien sehen Analysten Novartis weiter positiv. Das Kursziel wurde kürzlich von 128 auf 136 Schweizer Franken angehoben. Das entspricht einem Plus von fast 6 %. Die Experten erwarten, dass Novartis sein Wachstum fortsetzt und weiter an seiner Pipeline arbeitet.
Der Konzern hat kürzlich auch einen Lizenzvertrag über bis zu 1,8 Milliarden Dollar für orale Peptid-Medikamente abgeschlossen. In San Diego entsteht zudem ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum. Novartis investiert also massiv in die Zukunft.
Für Anleger bleibt die Aktie interessant. Der Verkauf in Indien ist strategisch nachvollziehbar und belastet die Bilanz kaum. Die Wachstumsperspektiven bleiben intakt, und das höhere Kursziel zeigt Vertrauen in die weitere Entwicklung.
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