Die Schweizer gehen in die Vollen. Novartis hat heute bekannt gegeben, dass man für bis zu 3 Milliarden Dollar einen experimentellen Brustkrebswirkstoff von Synnovation Therapeutics übernimmt. 2 Milliarden Dollar fließen sofort, weitere 1 Milliarde Dollar sind an Entwicklungsziele gebunden. Das ist ein klares Statement in Richtung Onkologie-Markt.
Der Wirkstoff SNV4818 befindet sich derzeit in frühen und mittleren klinischen Studien. Es handelt sich um einen sogenannten pan-mutant-selektiven PI3Kα-Inhibitor, der bei Brustkrebs und möglicherweise anderen soliden Tumoren eingesetzt werden könnte. Novartis verspricht sich von diesem Ansatz eine neue Generation der Brustkrebsbehandlung, insbesondere bei HR-positiven/HER2-negativen Tumoren.
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Novartis setzt auf Zukunft, nicht auf Gegenwart
Die Übernahme zeigt deutlich, wohin die Reise bei Novartis gehen soll. Das Onkologie-Portfolio wird gezielt ausgebaut, auch wenn das Medikament noch Jahre von einer möglichen Zulassung entfernt ist. 2 Milliarden Dollar upfront für ein Präparat in früher Entwicklungsphase ist durchaus mutig. Entweder sind die Daten aus den bisherigen Studien außergewöhnlich vielversprechend, oder Novartis will sich frühzeitig eine Pole-Position sichern.
Die zusätzliche Milliarde Dollar, die bei Erreichen bestimmter Meilensteine fällig wird, zeigt aber auch, dass Novartis nicht blind kauft. Man teilt das Risiko und bindet die Gesamtsumme an konkrete Fortschritte. Das ist vernünftig bei einem Wirkstoff, der noch durch mehrere Studienphasen muss.
Anleger sollten diese Nachricht als langfristiges Investment in die Pipeline verstehen. Kurzfristige Umsatzeffekte sind nicht zu erwarten. Die Frage ist, ob Novartis mit diesem Deal tatsächlich einen Blockbuster in der Mache hat oder ob man zu viel Geld für Hoffnung ausgibt. Die kommenden Studiendaten werden zeigen, ob sich die Milliarden gelohnt haben.
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