Novartis hebt die Gewinnprognose an und kommt damit einem Marktszenario nach, das viele Beobachter bereits eingepreist hatten. Die Zahlen zum dritten Quartal fallen beim operativen Ergebnis besser aus als gedacht. Unter dem Strich belastet allerdings ein gescheiterter Wirkstoffkandidat.
Kosten treiben das operative Plus
Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis stieg im Quartal um elf Prozent auf gut 6 Milliarden Dollar. Analysten hatten mit weniger gerechnet. Als wichtigsten Treiber nennen Marktteilnehmer niedrigere Kosten, Bernstein-Analyst Justin Smith verweist auf die überraschend gute Margenentwicklung.
Der Umsatz legte um vier Prozent auf gut 14,5 Milliarden Dollar zu und lag damit etwa im Rahmen der Erwartungen. Das Wachstum gewinnt für Novartis weiter an Tempo.
Konzernchef Vasant Naramsinhan blickt deshalb optimistischer auf das laufende Jahr. Das bereinigte operative Ergebnis soll 2026 mindestens stagnieren oder im niedrigen einstelligen Prozentbereich steigen. Bisher hatte der Konzern einen Rückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich in Aussicht gestellt. Beim Umsatz bleibt es bei einem erwarteten Plus im niedrigen einstelligen Prozentbereich.
Wertminderungen drücken den Nettogewinn
Der Nettogewinn fiel auf 1,2 Milliarden Dollar, nach 3,9 Milliarden im Vorjahresquartal. Grund sind milliardenschwere Wertminderungen im Zusammenhang mit dem gescheiterten Kandidaten Del-Desiran. Es handelt sich um eine bilanzielle Belastung, das operative Geschäft bleibt davon unberührt.
Hinzu kommt ein Rückschlag in der Pipeline: Novartis hat die Phase-III-Studie mit Remibrutinib bei generalisierter Myasthenia gravis eingestellt. Das überrascht, doch die Markterwartungen in dieser Indikation waren laut Analysten ohnehin nicht sonderlich hoch. Der Schaden für die Bewertung dürfte entsprechend begrenzt bleiben.
Aktie legt vorbörslich zu
Die Aktie reagierte positiv. Im vorbörslichen Handel stieg sie bei Julius Bär um 1,2 Prozent auf 129,05 Franken, obwohl der Gesamtmarkt schwächer tendierte. Dass die Anhebung des Ausblicks weitgehend erwartet worden war, begrenzt den Spielraum. Entscheidend ist jetzt, ob die Kursreaktion nach Handelsstart trägt, denn der Markt hat die Prognoseerhöhung zum Teil schon vorweggenommen.
Novartis-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Novartis-Analyse vom 27. Oktober liefert die Antwort:
Die neusten Novartis-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Novartis-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
