Novartis Aktie: 2,41 US-Dollar Core EPS

Novartis übertrifft Analystenerwartungen im zweiten Quartal 2026 dank starker Umsätze mit Kisqali, Kesimpta und Scemblix.

Auf einen Blick:
  • Umsatz steigt auf 14,4 Milliarden Dollar
  • Core-Gewinn je Aktie legt um 12 Prozent zu
  • FDA erteilt Vollzulassung für Nierenmittel Fabhalta
  • Aktienrückkaufprogramm mit 6,1 Milliarden Dollar Restvolumen

Novartis hat mit den Geschäftszahlen für das zweite Quartal 2026 die Erwartungen der Analysten klar geschlagen. Der Nettoumsatz kletterte auf 14,408 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 3 Prozent, währungsbereinigt blieb ein Prozentpunkt Wachstum stehen. Deutlich stärker fiel der Kerngewinn je Aktie aus: Mit 2,41 US-Dollar legte das Core EPS um 12 Prozent zu und übertraf damit die Markterwartungen.

Getragen wurde das Wachstum von den drei Präparaten Kisqali, Kesimpta und Scemblix. Sie glichen die Umsatzeinbußen beim Herzmittel Entresto mehr als aus, das inzwischen unter Generikakonkurrenz leidet. Für das CML-Präparat Scemblix hatte der Gemeinsame Bundesausschuss bereits im Juni einen „beträchtlichen Zusatznutzen“ in der Erstlinienbehandlung der chronischen myeloischen Leukämie festgestellt – eine Entscheidung, die die Erstattungsposition des Präparats im deutschen Markt stärkt.

Guidance bestätigt, FDA-Zulassung für Nierenmittel

Das Management bestätigte im Zuge der Quartalsvorlage die Jahresprognose für 2026: Beim Nettoumsatz erwartet Novartis weiterhin ein Wachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich, während das operative Kernergebnis wegen Investitionen und auslaufender Patente im niedrigen einstelligen Bereich sinken soll. Diese Zurückhaltung bei der Ergebnisprognose steht im Kontrast zur starken Kerngewinnentwicklung im abgelaufenen Quartal.

Zusätzlichen Rückenwind lieferte die US-Arzneimittelbehörde FDA. Sie erteilte am Freitag vergangener Woche die reguläre Vollzulassung für Fabhalta (Iptacopan) zur Verlangsamung des Nierenfunktionsverlusts bei Erwachsenen mit primärer IgA-Nephropathie. Grundlage war die Phase-III-Studie APPLAUSE-IgAN, die eine Reduktion der eGFR-Abnahme um 48 Prozent gegenüber Placebo über zwei Jahre zeigte. Parallel meldete der Konzern erste positive Markteinführungsdaten für die neuen Präparate Rhapsido gegen chronische spontane Urtikaria und Itvisma, die zur weiteren Diversifizierung der Produktpalette beitragen sollen.

Analysten reagieren mit angehobenen Kurszielen

Nach der Zahlenvorlage reagierten mehrere Analysehäuser mit Anpassungen. Bernstein Research hob das Kursziel am Mittwoch von 125,00 auf 132,84 Schweizer Franken an, beließ die Einstufung aber bei „Market-Perform“ – Analyst Justin Smith begründete den Schritt mit der starken Margenentwicklung im zweiten Quartal, die auch die Schätzungen bis 2031 leicht nach oben korrigierte. JPMorgan Chase & Co. bestätigte am selben Tag die Einstufung „Overweight“ mit einem Kursziel von 135,00 Franken und bezeichnete die Quartalsresultate als stark. Die UBS blieb dagegen zurückhaltender: Analyst Matthew Weston beließ das Papier bei „Neutral“ mit einem Kursziel von 116,00 Franken und verwies trotz des guten Quartals auf strukturelle Risiken durch anstehende Patentabläufe ab 2029.

An der Börse notierte die Novartis-Aktie zuletzt bei 136,10 Euro, nach einem leichten Rücksetzer am Freitag. Seit Jahresbeginn steht damit ein Plus von 15,16 Prozent zu Buche, zum 52-Wochen-Hoch von Ende Februar fehlen aktuell 5,68 Prozent.

Aktienrückkauf läuft weiter, nächster Termin im Oktober

Auch beim Kapitalrückfluss an die Aktionäre bleibt Novartis aktiv. Von dem im Juli 2025 aufgelegten Rückkaufprogramm über bis zu 10 Milliarden US-Dollar sind nach den im ersten Halbjahr 2026 getätigten Transaktionen noch rund 6,1 Milliarden US-Dollar für weitere Rückkäufe übrig. Anleger richten den Blick nun auf den 27. Oktober, wenn Novartis die Ergebnisse für das dritte Quartal und die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2026 vorlegt.

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