Northern Data Aktie: Umsatzprognose auf 170 bis 190 Millionen

Northern Data Group zieht sich von deutschen Börsen zurück. Der Konzern firmiert künftig als Quake AI und fokussiert sich auf den US-Markt.

Auf einen Blick:
  • Börsenrückzug aus Frankfurt und München
  • Umbennung in Quake AI geplant
  • Umsatzprognose auf 190 Mio. Euro erhöht
  • GPU-Auslastung bei 85 Prozent

Northern Data stemmt sich gegen den Abwärtstrend. Nach einem massiven Monatsverlust von rund 40 Prozent legte der Kurs am Freitag um 7,32 Prozent zu. Das Unternehmen treibt parallel dazu seinen Abschied vom deutschen Parkett voran.

Zeitplan für das Delisting steht

Die Northern Data Group verlässt die Frankfurter Wertpapierbörse und die Börse München. Der Zeitplan ist nun konkret. Die Notierung im Qualitätssegment m:access endet im Juli 2026.

Danach folgt eine Übergangsfrist. Anteilscheine bleiben bis zum Jahresende im allgemeinen Freiverkehr in München handelbar. Dieser Schritt erfolgt im Zuge der Integration in das US-Unternehmen Rumble. Die strategische Ausrichtung verschiebt sich damit endgültig in die USA.

Quake AI übernimmt das Ruder

Das Unternehmen erfindet sich operativ neu. Zukünftig tritt der Konzern unter dem Namen „Quake AI“ auf. Er will sich als Spezialist für Künstliche Intelligenz und High-Performance Computing etablieren.

Dazu passt der Umbau der Führung. Der langjährige CEO Aroosh Thillainathan verließ den Vorstand bereits im Juni. Auch CFO Elliot Jordan wechselte in eine beratende Funktion. Er begleitet nun die finale Phase der US-Eingliederung. Ein direkter Nachfolger für den Finanzposten fehlt bislang.

Umsatzprognose deutlich angehoben

Trotz der Unruhe am Aktienmarkt laufen die Geschäfte besser als gedacht. Das Management hob die Umsatzprognose für 2026 auf 170 bis 190 Millionen Euro an. Zuvor rechnete die Führung mit maximal 150 Millionen Euro.

Wichtigster Treiber ist die GPU-Flotte. Rund 22.000 Nvidia-Prozessoren erreichen eine Auslastung von 85 Prozent. Das Unternehmen stellt zudem Verträge um. Statt kurzfristiger Spot-Deals sichern nun längerfristige Vereinbarungen die Cashflows ab.

Charttechnische Stabilisierung auf niedrigem Niveau

Der jüngste Kursanstieg auf 8,65 Euro wirkt wie eine technische Erholung. Zuvor war die Aktie massiv überverkauft. Der Relative-Stärke-Index (RSI) stieg zuletzt wieder auf 45,6 Punkte.

Dennoch bleibt die Lage angespannt. Der Kurs liegt rund 25 Prozent unter seinem 50-Tage-Durchschnitt. Die hohe Volatilität unterstreicht das Risiko für Anleger. Im Juli entscheidet die Liquidität im m:access-Handel über den weiteren Verlauf vor dem ersten Delisting-Schritt.

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