Der Rückzug vom Kurszettel rückt näher. Am Freitag endete der Handel mit den angedienten Papieren von Northern Data im Münchener Freiverkehr. Rumble Inc. schließt damit die Übernahme des KI-Infrastrukturanbieters endgültig ab.
Freie Bahn für Rumble
Die behördlichen Genehmigungen liegen nun vollständig vor. Zuletzt gab das Wirtschaftsministerium der Vereinigten Arabischen Emirate grünes Licht. Damit sind alle bürokratischen Hindernisse für den Aktientausch beseitigt. Rumble sichert sich so eine gewaltige Rechenzentrumskapazität.
Der US-Konzern kontrolliert mittlerweile rund 85 Prozent der ausstehenden Northern-Data-Aktien. Darin sind sowohl die direkt angedienten Papiere als auch feste Zusagen enthalten. Der Vollzug der Transaktion steht unmittelbar bevor. Im Anschluss plant Northern Data den formellen Antrag auf ein Delisting.
Massiver Ausverkauf
Auf dem Weg zum Börsenabschied erlebte die Aktie einen brutalen Absturz. Auf Wochensicht brach der Kurs um fast 54 Prozent ein. Am Freitag markierte das Papier bei 5,00 Euro ein neues 52-Wochen-Tief.
Kurz vor dem Wochenende griffen einige Käufer noch einmal zu. Die Aktie schloss am Freitag bei 5,80 Euro. Das entspricht einem Tagesplus von rund sieben Prozent. Den langfristigen Abwärtstrend bricht das jedoch nicht. Seit Jahresbeginn beläuft sich das Minus auf knapp 59 Prozent.
Die technischen Indikatoren spiegeln die Panik der letzten Tage wider. Der RSI-Wert von 23 signalisiert eine extrem überverkaufte Situation. Parallel dazu zeigt die annualisierte Volatilität von über 138 Prozent die enormen Preisschwankungen. Die Gleitenden Durchschnitte liegen meilenweit entfernt.
In der kommenden Woche fällt voraussichtlich der letzte Vorhang. Schließt Rumble das Tauschangebot wie geplant ab, verschwindet Northern Data aus dem Münchener m:access-Segment. Die Folge: ein drastischer Verlust an Liquidität und Preistransparenz für alle verbleibenden Aktionäre.
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