Norsk Hydro-Aktie: Heruntergestuft mit großem Aber!

Deutsche Bank stuft Norsk Hydro von Buy auf Hold zurück, da die Aktie bereits hohe Aluminiumpreise einpreist. Weitere Kursgewinne erfordern eine zusätzliche Eskalation der Angebotskrise.

Auf einen Blick:
  • Downgrade von Buy auf Hold durch Deutsche Bank
  • Aktie diskontiert bereits hohe Aluminiumpreise
  • Markt steckt in kurzfristigem Angebotsdefizit
  • Rekord-EBITDA möglich, aber von Geopolitik abhängig

Die Rally war schön, solange sie dauerte. Am Dienstag dann der Dämpfer: Norsk Hydro verlor 2 Prozent an der Heimatbörse Oslo, nachdem Deutsche Bank die Aktie des norwegischen Aluminium- und Energiekonzerns von Buy auf Hold zurückgestuft hatte. Kursziel: NOK100.

Der Markt hat schon eingepreist, was noch gar nicht da ist

Liam Fitzpatrick, der zuständige Analyst bei Deutsche Bank, bringt es auf den Punkt: Die Aktie diskontiere bereits einen Aluminiumpreis von 3.200 bis 3.400 Dollar je Tonne, also deutlich oberhalb des Anreizpreises und weit über den Grenzkosten. Anders formuliert: Wer die Aktie jetzt kauft, wettet nicht auf eine Fortsetzung der Aluminium-Hausse, sondern darauf, dass sie noch einmal eine Schippe drauflegt.

Das ist allerdings derzeit nicht ausgeschlossen. Fitzpatrick selbst rechnet vor, dass die aktuellen globalen Ausfälle durch iranische Angriffe und Aluminiumknappheit bei 3,5 bis 4 Millionen Tonnen jährlich liegen, rund 5 Prozent des weltweiten Primärangebots. Der Markt steckt demnach in einem spürbaren kurzfristigen Defizit. Sollte der Fluss von Aluminiumoxid in den Nahen Osten nicht bald wieder anlaufen, hält Fitzpatrick sogar Preise von mehr als 4.000 Dollar je Tonne für möglich.

Norsk Hydro ASA Aktie Chart

Rekord-EBITDA zum Greifen nah — aber auf wackligem Fundament

Für Norsk Hydro selbst wäre das keine schlechte Nachricht: Das Q2- und Q3-EBITDA könnte sich dann dem bisherigen Rekord von mehr als NOK 11 Milliarden aus dem zweiten Quartal 2022 annähern. Das klingt verlockend. Der Haken dabei ist, dass diese Zahlen an einer geopolitischen Bedingung hängen, die niemand wirklich kontrolliert. Je länger der Konflikt andauert, betont Fitzpatrick ausdrücklich, desto größer werden die Nachfragerisiken.

Hold bedeutet hier also nicht Ende der Fahnenstange, sondern ehrlicherweise Ungewissheit. Die Aktie ist nicht teuer, weil die Fundamentaldaten schlecht wären, sondern weil die guten Nachrichten schon drin sind — und die nächste Eskalationsstufe erst noch kommen müsste, um weiteres Aufwärtspotenzial zu rechtfertigen. Das ist eine unbequeme Position für alle, die jetzt einsteigen wollen.

Sechs Monate Aluminium-Rally, ein Downgrade, 2 Prozent Minus. So sieht es aus, wenn man zu spät auf den Zug aufspringt, um noch eine klare Kaufempfehlung zu erhalten.

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