Der Windkraftanlagenbauer Nordex baut sein operatives Geschäft auf dem deutschen Heimatmarkt weiter aus. Das Hamburger Unternehmen verzeichnete am heutigen Dienstag einen Neuauftrag des Entwicklers Navaris für das Projekt Lambacher Höh in Rheinland-Pfalz. Trotz des operativen Erfolgs reagiert das Papier an der Börse verhalten: Die Aktie notiert am heutigen Handelstag mit einem leichten Abschlag von 0,4 Prozent bei 38,96 Euro.
Sechs Großturbinen für Windpark Lambacher Höh
Die aktuelle Vereinbarung umfasst die Lieferung sowie Errichtung von insgesamt sechs Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 42 Megawatt. Das Projektgebiet Lambacher Höh liegt südwestlich von Bitburg. Zum Einsatz kommen zwei unterschiedliche Anlagentypen der Sechs-Megawatt-Klasse auf Hybridtürmen.
Konkret wird Nordex vier Turbinen des Typs N163/6.X mit einer Nabenhöhe von 164 Metern sowie zwei Anlagen des Typs N175/6.X mit einer Nabenhöhe von 179 Metern errichten.
Neben der reinen Hardware-Lieferung und Montage beinhaltet der Vertrag einen langfristigen Servicevertrag. Nordex übernimmt für einen Zeitraum von 20 Jahren den sogenannten Premium-Service für den gesamten Windpark.
Zeitplan sieht Inbetriebnahme im Sommer 2028 vor
Der zeitliche Ablauf für die Umsetzung des rheinland-pfälzischen Projekts steht bereits fest. Die Installation der ersten Windenergieanlage ist für Januar 2028 terminiert. Die vollständige Inbetriebnahme des Parks soll planmäßig im Juli 2028 erfolgen.
Für Nordex markiert dieser Kontrakt die mittlerweile vierte Zusammenarbeit mit dem Partner in Deutschland. Der Auftraggeber firmiert erst seit dem 17. September unter dem Namen Navaris. Im Rahmen der bisherigen Partnerschaft mit der Gruppe erhielt Nordex bereits im März einen separaten Großauftrag über 56 Megawatt für ein Windenergieprojekt in Hessen.
Das Partnerunternehmen verfügt nach eigenen Angaben über eine Entwicklungspipeline von mehr als 3 Gigawatt in fortgeschrittenem Stadium, wovon sich über 1,3 Gigawatt im Bau oder Betrieb befinden.
Kursplus seit Jahresbeginn
Der frische Auftragseingang fügt sich in die solide operative Entwicklung des laufenden Jahres ein. Das Vertrauen der Kunden in moderne Anlagentechnik stützt den Auftragsbestand, auch wenn die Börse derartige Meldungen derzeit routiniert aufnimmt.
Mit einem Zuwachs von 34 Prozent seit Jahresanfang spiegelt der Titel eine insgesamt robuste Erholung wider. Die langfristige Servicekomponente des neuen Vertrags sichert Nordex zudem berechenbare Einnahmen bis weit in das nächste Jahrzehnt hinein.
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