Mit einem Abschlag von 2,6 Prozent beendete Nordex den gestrigen Handelstag bei 35,40 Euro. Ein konkreter unternehmensspezifischer Auslöser für den Kursrückgang war nicht bekannt. Die Notierung knüpfte damit an eine schwächere Phase an, obwohl das Unternehmen zeitgleich neue Vertriebserfolge vermelden konnte.
Bestellungen in Süd- und Osteuropa
Am Dienstag meldete der Konzern Neuaufträge aus Süd-, Mittel- und Osteuropa. Die Verträge umfassen ein Volumen von rund 228 Megawatt und sehen die Lieferung von 35 Windenergieanlagen vor. Zudem wurden begleitende Serviceverträge abgeschlossen, die eine Laufzeit von bis zu 25 Jahren aufweisen.
Das Servicegeschäft gilt in der Branche als wichtiger Stabilitätsanker. Während das reine Projektgeschäft mit Herstellung und Errichtung oft zyklischen Schwankungen unterliegt, sichern langfristige Wartungsverträge planbare Einnahmen über den gesamten Betriebszyklus der Anlagen.
Zu den europäischen Aufträgen kommen Vereinbarungen im außereuropäischen Raum hinzu. Das Unternehmen verbuchte Windkraftaufträge aus der Türkei mit einer Gesamtleistung von 389 Megawatt. Der Kontrakt deckt 56 Windenergieanlagen ab und beinhaltet ebenfalls mehrjährige Wartungsverpflichtungen.
Am Markt reichten die Meldungen über den Ausbau des Auftragsbuchs jedoch nicht aus, um die jüngsten Kursverluste abzufangen. Bei den Anlegern dominiert vor den kommenden Unternehmensberichten die Frage nach der tatsächlichen Profitabilität der neu gewonnenen Projekte.
Kurszielanhebung und Blick auf November
Rückenwind gab es Anfang des Monats von Analystenseite. Medienberichten zufolge hob Goldman Sachs am 2. Oktober das Kursziel von 52,60 auf 52,80 Euro an und beließ die Einstufung auf „Buy“. Das Haus sieht damit unverändert deutlichen Spielraum nach oben gegenüber dem aktuellen Kursniveau.
Entscheidende Hinweise auf die operative Verfassung dürfte die anstehende Zwischenbilanz liefern. Nordex veröffentlicht am 5. November seinen nächsten Quartalsbericht, auf den im Markt auch die Deutsche Bank hinwies. Seit Jahresbeginn steht für die Aktie ein Kursanstieg von 22 Prozent zu Buche.
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