Am Montag bestätigte Nordex die Prognose für das Geschäftsjahr 2026. Nach einem operativ starken ersten Halbjahr sieht sich der Windkraftanlagenbauer auf Kurs, seine gesteckten Ziele zu erreichen. Maßgeblich dafür war eine deutliche Steigerung der Profitabilität im zweiten Quartal.
Sprung bei der operativen Marge
Laut Unternehmensangaben stieg das EBITDA im zweiten Quartal auf 224 Millionen Euro, was einer Marge von 10,3 Prozent entspricht. Unter dem Strich verbuchte der Konzern für diesen Zeitraum einen Nettogewinn von 111,5 Millionen Euro. Diese Ergebnisse unterstreichen die verbesserte Kostenstruktur und die effiziente Abarbeitung des Auftragsbestands im laufenden Jahr.
Parallel dazu konnte Nordex die operative Dynamik durch eine Reihe von Neuabschlüssen aufrechterhalten. In Niedersachsen erhielt die Gruppe vor rund drei Wochen Aufträge der EFG Energy Farming Group über insgesamt 82 Megawatt. Das Paket umfasst zwölf Windturbinen, deren Inbetriebnahme für das Frühjahr 2028 vorgesehen ist.
Großaufträge stützen Auftragsbestand
Bereits vor gut drei Wochen meldete Nordex zudem bedeutende Erfolge in internationalen Märkten. Medienberichten zufolge sicherte sich das Unternehmen einen Großauftrag über 525 Megawatt für ein Windprojekt in der Türkei. Kurze Zeit zuvor verbuchte der Konzern Mehrfachabschlüsse in den USA mit einer Gesamtleistung von mehr als 480 Megawatt. Trotz dieser umfangreichen Auftragseingänge gab der Aktienkurs in diesem Zeitraum um 8,0 Prozent nach.
Zusätzliche Impulse kamen aus Rumänien, wo der Partner OX2 AB Anfang August elf Turbinen mit einer Leistung von 77 Megawatt orderte. Diese fortlaufende Serie an Neuaufträgen festigt die Marktposition von Nordex in Kernregionen wie Europa und Nordamerika.
Analystenstimmen und Marktentwicklung
Die operative Entwicklung stieß bei Analysten auf ein geteiltes Echo. Am 21. August bestätigte Barclays die neutrale Einschätzung für das Papier. Bereits am 3. August hatte AlphaValue/Baader Europe das Rating für Nordex von „Reduce“ auf „Add“ angehoben und dies mit einem erhöhten Kursziel unterlegt.
An der Börse zeigt sich der Wert im bisherigen Jahresverlauf stabil und verzeichnet einen Gewinn von 26 Prozent seit Jahresbeginn. Am heutigen Donnerstag notiert das Papier bei 36,66 Euro. Damit liegt der Titel aktuell rund 29 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch, das im April bei 51,40 Euro markiert wurde. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens beläuft sich derzeit auf 8,76 Milliarden Euro.
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