Der Windkraftanlagenbauer Nordex hat im dritten Quartal 2026 deutlich mehr Aufträge eingesammelt als erwartet. Zwei Analysehäuser bestätigen nach den Zahlen ihre Kaufempfehlungen, und die Aktie legt zu.
Türkei, USA und Deutschland tragen das Wachstum
Im Projektgeschäft buchte Nordex neue Bestellungen über 2.810 Megawatt. Das sind 29,5 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Die drei stärksten Einzelmärkte waren die Türkei, Deutschland und die USA.
CEO José Luis Blanco sieht darin eine breitere geografische Streuung. In der Türkei kamen mehr als 900 Megawatt zusammen, in den USA stehen seit Jahresbeginn bereits über 1,3 Gigawatt in den Büchern. Auf Neunmonatssicht summiert sich der Auftragseingang auf 7.733 Megawatt, ein Plus von 16,1 Prozent.
Das Unternehmen betonte zudem, das Preisumfeld bleibe stabil. Das nimmt Sorgen vor Margendruck etwas den Wind aus den Segeln.
Jefferies und Berenberg bleiben bei „Buy“
Jefferies belässt das Kursziel bei 60 Euro. Analyst Constantin Hesse hebt hervor, die Gesamtleistung der bestellten Anlagen liege rund 13 Prozent über der Konsensschätzung.
Berenberg setzt das Ziel auf 58 Euro. Analyst Richard Dawson verweist darauf, dass die gut 2,8 Gigawatt auch die allerdings „dünne“ Konsensschätzung von 2,5 Gigawatt übertreffen. Beide Häuser kommen damit zum gleichen Befund: Der Auftragseingang fiel klar besser aus als gedacht.
Aktie im Plus
Die Nordex-Aktie legte im Handelsverlauf zu und notierte zeitweise gut drei Prozent höher bei rund 36,6 Euro. Der Vortagesschluss lag bei 35,42 Euro. Der Abstand zu den Kurszielen der Analysten bleibt damit erheblich.
Die nächste Gelegenheit, die Dynamik an Ergebniszahlen zu messen, kommt am 5. November. Dann legt Nordex den Bericht zum dritten Quartal vor.
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