Nordex Aktie: 3.054 Megawatt im Q2

Nordex verzeichnet mit 3.054 Megawatt neuen Aufträgen ein Rekordquartal, getrieben vom US-Markt. Die Aktie reagiert mit einem deutlichen Kursplus.

Auf einen Blick:
  • Neue Aufträge über 3.054 Megawatt
  • USA als wichtigster Wachstumsmotor
  • Aktienkurs steigt um fast sechs Prozent
  • Analysten uneins über weiteres Potenzial

Der Windkraftanlagenbauer Nordex hat weit mehr neue Aufträge eingesammelt, als Analysten erwartet hatten. Im zweiten Quartal 2026 verbuchte das Unternehmen Orders über 3.054 Megawatt – ein Plus von 32,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Besonders ein Markt stach dabei hervor.

USA als Wachstumstreiber

Nordex sicherte sich allein in den USA Aufträge über rund 800 MW. Das nannte CEO José Luis Blanco einen „US-Meilenstein“. Für das gesamte erste Halbjahr summiert sich das Volumen auf 4.923 MW, 9,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Wichtigste Absatzmärkte blieben Deutschland, die USA und die Türkei.

Die Preise blieben stabil. Der durchschnittliche Verkaufspreis lag im Quartal bei 0,97 Millionen Euro pro Megawatt – exakt das Niveau des Vorjahres. Im Halbjahr stieg der Wert leicht auf 0,95 Millionen Euro.

Analysten uneins, Aktie steigt

Die Börse reagierte sofort. Die Nordex-Aktie kletterte um 5,84 Prozent auf 43,50 Euro. Auf Jahressicht liegt das Papier damit 133 Prozent im Plus. Vom 52-Wochen-Hoch bei 51,10 Euro trennen die Aktie noch knapp 15 Prozent.

Die Analystenmeinungen bleiben gespalten. Jefferies und Berenberg bestätigten ihre Kaufempfehlungen mit Kurszielen von 58 und 57 Euro. Oddo BHF bleibt dagegen neutral mit einem Ziel von 41,50 Euro – die Aktie notiert inzwischen darüber. Die Auftragszahlen seien zwar stark, das Kurspotenzial aus Sicht der Analysten aber bereits eingepreist.

Ausblick auf die Finanzzahlen

Die heutige Meldung erfasst nur den Auftragseingang. Service-Verträge fehlen. Die detaillierten Halbjahreszahlen mit Umsatz und Ergebnis legt Nordex voraussichtlich am 29. Juli 2026 vor. Dann wird sich zeigen, ob sich die starke Orderdynamik auch in den Margen niederschlägt. Bis dahin bleibt die Bewertung der Aktie eine Frage des Vertrauens in die Profitabilität des Wachstums.

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