Nokia Aktie: Stellenabbau trifft Espoo, Tampere und Oulu

Symbolbild, KI-generiert

Bis zu 253 Stellen in Finnland könnten entfallen; zugleich meldet Nokia einen Auftrag in Brasilien und plant Satellitenkommunikation.

Auf einen Blick:
  • Gespräche über bis zu 253 Stellen
  • Verhandlungen starten am 12. Oktober
  • Brasiliens RNP vergibt Netzmodernisierung
  • Satellitenstart für 2028 vorgesehen

Nokia steht vor Verhandlungen über einen Stellenabbau am finnischen Heimatstandort. Wie das Unternehmen gestern bestätigte, könnten im Rahmen eines Restrukturierungsprozesses bis zu 253 Arbeitsplätze wegfallen. Die Gespräche betreffen die Standorte Espoo, Tampere sowie Oulu und sollen am 12. Oktober beginnen.

Der Telekommunikationsausrüster reagiert damit auf die veränderten Rahmenbedingungen in der Branche und will seine betrieblichen Abläufe straffen. Die Verhandlungen markieren einen weiteren Schritt, um die Kostenbasis in den heimischen Entwicklungszentren anzupassen.

An den Finanzmärkten sorgte die Nachricht für Zurückhaltung. Die Nokia-Aktie schloss gestern mit einem Minus von 1,8 Prozent bei 9,60 Euro. Investoren wägen derzeit die Einsparbemühungen im Kerngeschäft gegen die Wachstumschancen in neuen Segmenten ab.

Analystenurteil und neuer Auftrag in Brasilien

Am Dienstag nahm Barclays die Bewertung des Netzwerkausrüsters unter die Lupe. Das Analysehaus beließ seine Einstufung auf „Sell“, hob das Kursziel für den Titel jedoch von 8,00 Euro auf 8,50 Euro an. Medienberichten zufolge signalisiert dieser Schritt eine leichte Anpassung, spiegelt jedoch weiterhin Skepsis wider.

Gleichzeitig verbucht Nokia operative Fortschritte im internationalen Projektgeschäft. Ebenfalls am Dienstag meldete der Konzern den Zuschlag der brasilianischen Forschungsorganisation RNP. Gemeinsam mit Q13 soll Nokia das Bildungsnetzwerk rede Ipê modernisieren und mehrere Millionen Nutzer anbinden.

Strategische Fokussierung und Satellitenfunk

Neben den personellen Verhandlungen ordnet das Management auch das Produktportfolio neu. Inseego schloss Anfang Oktober die Übernahme von Nokias Geschäftsfeld für festen drahtlosen Netzzugang ab. Nokia erhielt im Gegenzug rund 1,9 Millionen Inseego-Aktien und sagte eine weitere Barzahlung von 10 Millionen $ zu.

Die Transaktion unterstreicht das Bestreben, Randaktivitäten abzugeben und die Ressourcen auf margenstärkere Geschäftsfelder zu bündeln.

Neue Perspektiven soll zudem eine Kooperation im Bereich der Raumfahrt eröffnen. Zusammen mit dem Raumfahrtunternehmen ICEYE entwickelt Nokia Breitband-Satellitenkommunikation in niedrigen Erdumlaufbahnen für staatliche Missionen. Der Start der ersten Kommunikationssatelliten dieses Programms ist für das Jahr 2028 geplant.

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