Beim Ausbau weltweiter Datenverbindungen setzt der Infrastrukturbetreiber Telxius auf Technologie von Nokia. Wie am 15. September bekannt wurde, integriert das Unternehmen kohärente 800G-Optikmodule von Nokia in seine terrestrischen Transportnetze. Das Projekt erstreckt sich über Netze in Europa, den USA und Lateinamerika, um die Kapazitäten für den rasant wachsenden Datenverkehr zu erweitern.
Steigender Bedarf an Übertragungskapazitäten
Die Nachfrage nach hochleistungsfähigen Glasfaserverbindungen gewinnt durch datenintensive Netzanwendungen kontinuierlich an Bedeutung. Neben klassischen Telekommunikationsanbietern investieren vor allem Betreiber großer Rechenzentren in Übertragungswege mit hohen Bandbreiten, um weltweite Netzknotenpunkte miteinander zu verknüpfen.
Diese Marktdynamik schlägt sich auch in der Einschätzung von Ratingagenturen nieder. S&P Global Ratings stufte den Bonitätsausblick für Nokia von stabil auf positiv hoch und begründete diesen Schritt mit dem wachsenden Bedarf von Kunden aus dem Bereich der Cloud- und KI-Infrastruktur.
Die Agentur stellte eine Heraufstufung der Kreditwürdigkeit um eine Stufe innerhalb von 24 Monaten in Aussicht, geknüpft an anhaltende operative Disziplin und Neugeschäft mit Hyperscalern.
Erweiterung der Cloud- und KI-Plattformen
Parallel zu den optischen Transportnetzen baut der Konzern sein Softwareangebot für Netzbetreiber aus. Am 10. September brachte Nokia die Plattform Cognitive Operations auf den Markt, die Künstliche Intelligenz mit einsatzkritischer Kommunikation verbindet. Die Anwendungen werden über den Microsoft Azure Marketplace vertrieben.
Zuvor hatte das Unternehmen am 8. September ein Frühzugangsprogramm für cloudbasierte Kernnetze geöffnet. Über diese Initiative erhalten Netzbetreiber und Unternehmen die Möglichkeit, Mobilfunksoftware der nächsten Generation vor der allgemeinen Einführung in einer Live-Umgebung zu erproben.
Analystenlob und anstehende Geschäftszahlen
Am Kapitalmarkt fand die Ausrichtung des Konzerns Beachtung. Das Analysehaus Rosenblatt Securities nahm die Einstufung der Aktie am 16. September mit einer Kaufempfehlung und einem Kursziel von 15 $ auf. Die Analysten bezeichneten Nokia mit Verweis auf die Marktstellung im Segment für optische Netze als Kraftpaket.
Wirtschaftliche Klarheit über den weiteren Geschäftsverlauf erwarten Investoren im kommenden Monat. Die Veröffentlichung des vollständigen Quartalsberichts ist für den 22. Oktober terminiert.
An der Börse spiegelt sich die Zuversicht der Marktteilnehmer im bisherigen Jahresverlauf wider. Vorbörslich notiert der Anteilsschein bei 9,53 Euro, womit die Aktie seit Jahresanfang ein Kursplus von 70 Prozent verzeichnet.
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