Nokia-Aktie: KI-Boom trifft genau ins Schwarze!

Nokia übertrifft mit einem Gewinnsprung von 54 Prozent die Analystenerwartungen und profitiert stark vom Ausbau der KI-Rechenzentren.

Auf einen Blick:
  • Vergleichbarer Betriebsgewinn springt 54 Prozent auf 281 Millionen Euro
  • Analysten hatten nur 250 Millionen Euro erwartet
  • KI- und Cloud-Umsätze wachsen um 49 Prozent
  • Nokia buchte Aufträge im Wert von einer Milliarde Euro

Wer Nokia noch immer mit dem klobigen 3310 in Verbindung bringt, hat die letzten Jahre verpasst. Der finnische Konzern hat sich still und leise neu erfunden, und im ersten Quartal 2026 zeigt sich, wie weit diese Verwandlung schon gediehen ist.

54 Prozent mehr Gewinn, Analysten überrumpelt

Der vergleichbare Betriebsgewinn sprang im ersten Quartal auf 281 Millionen Euro, ein Plus von 54 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Analysten, die von Infront befragt wurden, hatten im Schnitt 250 Millionen Euro erwartet. Nokia hat sie also klar übertroffen. Der vergleichbare Gewinn je Aktie lag bei 0,05 Euro, nach 0,03 Euro ein Jahr zuvor, auch das besser als die 0,04 Euro, die FactSet-Analysten im Schnitt prognostiziert hatten.

Der Umsatz erreichte 4,5 Milliarden Euro, in etwa auf Linie mit den Marktschätzungen. Weniger spektakulär, aber solide.

Nokia Oyj Aktie Chart

Hyperscaler kaufen, Nokia liefert

Was Nokia gerade antreibt, ist die schier unersättliche Nachfrage der großen Cloud-Anbieter nach Glasfaserinfrastruktur. Die sogenannten Hyperscaler, also Konzerne wie Amazon, Microsoft oder Google, bauen ihre KI-Rechenzentren in einem Tempo aus, das Netzwerkausrüster wie Nokia direkt mitnimmt. Der Umsatz mit KI- und Cloud-Kunden kletterte um 49 Prozent. Aufträge im Wert von einer Milliarde Euro wurden im Quartal gebucht.

Dazu kommt der Zukauf von Infinera, dem US-amerikanischen Spezialisten für optische Transportsysteme. Nokia gehört damit zu den weltweiten Spitzenherstellern in diesem Segment, und der Markt honoriert das gerade.

Kein reiner 5G-Lieferant mehr

Das ist der eigentliche Kern dieser Geschichte. Nokia hat sich aus dem Schatten des 5G-Zyklus befreit, der die Branche jahrelang beherrschte und zuletzt eher enttäuschte. Jetzt profitiert der Konzern von einem Wachstumstreiber, der noch lange nicht ausgereizt ist. KI-Rechenzentren brauchen Netzwerke, und die müssen gebaut werden.

Das 3310 war unverwüstlich. Ob Nokia als Netzwerkausrüster ähnlich robust bleibt, wird der nächste Abschwung zeigen. Vorerst aber stimmen die Zahlen.

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