Janardan Menon von Jefferies hat sich am Montagabend aus der Deckung gewagt. Der Analyst hob das Kursziel für die Nokia-Aktie von 10,70 auf 13,80 Euro an und bestätigte seine Kaufempfehlung. Das ist ein Sprung von fast 30 Prozent beim Kursziel allein.
Hyperscaler als Wachstumsmotor
Der Kern von Menons Argumentation: Die Zusammenarbeit Nokias mit großen Cloud-Anbietern nimmt quer durch das gesamte Optik-Portfolio zu. Besonders im Bereich IP-Netzwerke läuft es gerade rund, angetrieben durch gewonnene Switch-Aufträge bei einem Hyperscaler. Details zum Namen des Kunden nannte Jefferies nicht.
Das Schöne an solchen Aufträgen ist die Dynamik, die sie entfalten. Menon rechnet damit, dass die Auftragslage 2027 und 2028 zu deutlich höherem Wachstum und stärkeren Margenverbesserungen führt als bisher in seinen Modellen vorgesehen. Er hat seine Schätzungen entsprechend nach oben geschraubt und sieht sich beim Ergebnis je Aktie 2027 nun 16 Prozent über der Konsensprognose der Branche.
Kursziel ja, Kurs nein
Das klingt alles prima. Nur: Die Nokia-Aktie hat in den vergangenen 30 Tagen knapp 18 Prozent verloren. YTD liegt sie trotzdem noch mit gut 100 Prozent im Plus, die 52-Wochen-Spanne reicht von 3,46 bis annähernd 15 Euro. Wer im Tal gekauft hat, schaut entspannt auf das neue Jefferies-Kursziel. Wer nahe am Jahreshoch eingestiegen ist, wartet noch.
16 Prozent über dem Konsens beim EPS 2027, das ist entweder sehr gut recherchiert oder sehr mutig. Menon hat sich festgelegt.
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