Die Aktie von Nokia verzeichnete am Freitag einen Zuwachs von 2,2 % und ging bei 9,47 € aus dem Handel. Auslöser der Kursentwicklung waren keine unternehmenseigenen Nachrichten, sondern Impulse aus den Vereinigten Staaten. Ein neuer US-Arbeitsmarktbericht linderte dortige Inflationssorgen und verlieh den Aktienmärkten breiten Auftrieb.
Wie die Nachrichtenagentur AP meldete, stieg der technologielastige Index Nasdaq am Freitag um 1,2 %. Vor diesem Hintergrund legten auch die an der New Yorker Börse gehandelten Hinterlegungsscheine des finnischen Konzerns zu.
Portfolio-Bereinigung und Satellitenfunk
Auf operativer Ebene vollzog der Netzwerkausrüster in den vorangegangenen Tagen mehrere Schritte. Am Donnerstag schloss das US-Unternehmen Inseego die Übernahme des Geschäfts mit Fixed Wireless Access von Nokia ab.
Neben dem Vollzug des Verkaufs vereinbarte Nokia eine gesonderte Vereinbarung: Der Konzern wird Inseego bis zum 15. Oktober 2026 eine Barzahlung in Höhe von 10 Millionen $ zukommen lassen, um Investitionen in die Entwicklung zu unterstützen.
Ebenfalls am Donnerstag kündigten Nokia und ICEYE eine Partnerschaft zur Entwicklung sicherer und souveräner Satellitenkommunikation im erdnahen Orbit an. Das Breitbandsystem richtet sich gezielt an Regierungs- sowie Verteidigungskunden. Nach Unternehmensangaben sollen die ersten Kommunikationssatelliten des Gemeinschaftsprojekts im Jahr 2028 starten.
Parallel dazu meldete Nokia Fortschritte im terrestrischen Netzbetrieb im Nahen Osten. Am 29. September gab das Unternehmen bekannt, dass der saudi-arabische Betreiber Zain KSA die Softwareplattform Nokia Deepfield Cloud Intelligence landesweit eingeführt hat. Das System zur Optimierung von Leistung und Effizienz deckt dort mehr als 100 Städte ab.
Analystenstimmen und Ausblick auf die Quartalszahlen
Zuspruch für die technologische Aufstellung kam Ende des Vormonats auch aus dem Bankensektor. Medienberichten zufolge bestätigte Analyst Janardan Menon vom Analysehaus Jefferies am 24. September seine Kaufempfehlung für Nokia mit einem Kursziel von 13,80 Euro.
Menon begründete die Einschätzung mit der Marktposition des Konzerns bei der Integration von Indiumphosphid-Chips und verwies auf erwartetes Wachstum bei optischen Verbindungen zwischen Rechenzentren.
Seit Jahresbeginn beläuft sich das Kursplus der Aktie auf 69 %. Der nächste wichtige Termin für Anleger steht bereits fest: Am 22. Oktober plant Nokia die Veröffentlichung der Geschäftsergebnisse für das dritte Quartal sowie die ersten neun Monate des Jahres.
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