Nokia-Aktie: Der Cisco-Effekt zieht sie nach oben!

Nokia-Aktie steigt dank Ciscos überraschend guter Quartalszahlen und KI-Infrastruktur-Boom. Analysten sehen positive Signale für den Netzwerkausrüster.

Auf einen Blick:
  • Cisco übertrifft Erwartungen, KI-Infrastrukturbestellungen um 152 Prozent gestiegen
  • Nokia-Aktie legt weiter zu, bereits mehr als 20 Prozent Plus in zwei Wochen
  • Jefferies-Analyst Beavington sieht Nokia in ähnlicher Position wie ASML im Dezember
  • Aktie nähert sich dem Jefferies-Bull-Case von 14,20 Euro

Cisco schoss gestern Abend nach Börsenschluss um 20 Prozent nach oben. Grund: Quartalszahlen und Bestellungen weit über den Erwartungen, dazu KI-Infrastrukturaufträge mit einem Plus von 152 Prozent. Und weil die Börse manchmal direkt und ohne Umweg denkt, zog Nokia heute Morgen gleich mit.

Konkurrenten profitieren voneinander?

Klingt paradox, ist es aber nicht. William Beavington, Tech-Analyst bei Jefferies, erklärt es so: Nokia konkurriert mit Cisco im Bereich Router, Switches und Pluggable Transceiver, und Ciscos starker Ausblick auf Bestellungen und Umsätze sei deshalb „gleichermaßen positiv“ für Nokia. Beavington hebt außerdem hervor, dass sich die Bestelllage im Telekommunikationssegment sichtbar aufhellt, eine neue Entwicklung, die er als „besonders positiv“ für Nokia wertet.

Vor zwei Wochen der Vergleich, der zündete

Beavington hatte bereits vor zwei Wochen einen Satz in den Markt gestellt, der offenbar saß: Nokia befinde sich gerade in derselben Position, in der ASML im Dezember war. Seitdem hat die Nokia-Aktie mehr als 20 Prozent zugelegt, überschritt die 13-Euro-Marke und nähert sich dem Jefferies-Bull-Case von 14,20 Euro.

Trotzdem bleibt Beavington bullish. Er erwartet, dass die Gewinne in den kommenden Monaten über die Markterwartungen hinauswachsen. Ein Teil des Weges ist also schon zurückgelegt, aber eben nur ein Teil.

Nokia Oyj Aktie Chart

KI als zweiter Frühling

Nokia ist kein Newcomer, der gerade entdeckt wird. Die Aktie lag jahrelang in einer Art Warteschleife, solide, aber ohne Funken. Was sich geändert hat: Der Markt erkennt nun die Position des Konzerns innerhalb der KI-Wertschöpfungskette. Netzwerkinfrastruktur, Router, Transceiver, das klingt nach alter Telekom-Welt, ist aber genau das, was KI-Rechenzentren in industriellen Mengen brauchen. Cisco hat das gestern mit seinen Zahlen noch einmal unterstrichen, und Nokia stand daneben und profitierte einfach mit.

Ob der ASML-Vergleich aufgeht, wird sich zeigen. ASML hat nach dem Dezember noch deutlich mehr zugelegt. Die Frage ist nur, wie viel vom Cisco-Effekt schon eingepreist ist.

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