Am heutigen Mittwoch blickt die Gaming-Welt nach Japan, während Nintendo eine neue Ausgabe seines Präsentationsformats Nintendo Direct ausstrahlt. Im Zentrum der 45-minütigen Übertragung stehen Spiele für die kommende Konsole Switch 2, die bereits für das diesjährige Wintergeschäft erwartet werden.
Unmittelbar nach der Hauptsendung plant das Unternehmen zudem ein „Nintendo Treehouse: Live“-Event, um detaillierte Gameplay-Einblicke in die neu vorgestellten Titel zu geben.
An der Börse zeigt sich das Papier trotz der hohen Erwartungen unter Druck. Die Nintendo-Aktie notiert heute bei 45,00 Euro, was einem Rückgang von 7,6 % entspricht. Damit vergrößert sich der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 82,98 Euro auf nunmehr 46 %. Marktteilnehmer schwanken offenbar zwischen der Vorfreude auf die neue Hardware-Generation und der Bewertung der jüngsten Geschäftszahlen.
Switch 2 und Zelda-Jubiläum im Rampenlicht
Die heutige Präsentation gilt als entscheidender Wegweiser für die kommenden Monate. Analysten von Morgan Stanley hatten bereits im Vorfeld auf die Bedeutung des Septembers für Nintendo hingewiesen. Ein wesentlicher Treiber könnte dabei das 40-jährige Jubiläum der „The Legend of Zelda“-Reihe sein.
Medienberichten zufolge wurden für den gestrigen Dienstag und den heutigen Mittwoch aufeinanderfolgende Livestreams angesetzt, die sowohl das Zelda-Jubiläum als auch die allgemeine Spiele-Pipeline für die Switch 2 thematisieren.
Auch Drittanbieter bereiten sich bereits auf den Generationswechsel bei Nintendo vor. Wie Reuters berichtet, plant das Entwicklerstudio CD Projekt RED eine native Version des Rollenspiels „The Witcher 3“ für die Switch 2. Solche Ankündigungen unterstreichen die Hoffnung der Anleger, dass die neue Konsole zum Start über ein ausreichend starkes Software-Portfolio verfügt, um an die Erfolge des Vorgängermodells anzuknüpfen.
Starke Quartalszahlen und steuerliche Sondereffekte
Parallel zur Produktstrategie lieferte Nintendo jüngst Einblicke in die finanzielle Verfassung des Konzerns. Im ersten Geschäftsquartal, das den Zeitraum von April bis Juni umfasst, konnte der Nettogewinn im Vergleich zum Vorjahr um 53,5 % auf 147,4 Milliarden Yen gesteigert werden. Der Quartalsumsatz belief sich auf 517,8 Milliarden Yen. Trotz dieses deutlichen Gewinnzuwachses ließ Nintendo die Prognose für das gesamte Geschäftsjahr unverändert.
Der Gewinnsprung ist jedoch teilweise auf Sondereffekte zurückzuführen. Medienberichten zufolge profitierte das Unternehmen von einer Rückerstattung von US-Zöllen, die das Ergebnis im abgelaufenen Quartal stützte. Allerdings wird dieser Einmaleffekt von rechtlichen Risiken begleitet, da im Zusammenhang mit der Rückerstattung das Risiko einer Sammelklage in den USA besteht.
Für das gesamte Geschäftsjahr hält Nintendo an seinen Zielen fest. Das Management erwartet weiterhin einen Nettoumsatz von 2,05 Billionen Yen und einen Nettogewinn von 310 Milliarden Yen.
Während der Markt-Konsens für das ordentliche Ergebnis im kommenden Jahr zuletzt leicht nachgab, bleibt die Spannung vor der heutigen Präsentation hoch. Anleger erhoffen sich von den Switch-2-Ankündigungen neue Impulse, um die seit Jahresbeginn schwache Kursentwicklung zu korrigieren.
Nintendo-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nintendo-Analyse vom 09. September liefert die Antwort:
Die neusten Nintendo-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nintendo-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 09. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
