Bereits im Jahr 2024 bemühte Nintendo seine Anwälte, um gegen die beliebten Switch-Emulatoren Ryujinx und Yuzu vorzugehen. Dabei handelt es sich um Software, mit der Spiele für die Nintendo Switch auch auf anderen Plattformen abgespielt werden können. Eine Weile lang verhielt der japanische Spielehersteller sich eher ruhig, ging nun aber einmal mehr in die Offensive.
Wie „WinFuture“ berichtet, mahnte Nintendo gleich eine ganze Reihe von ähnlichen Projekten bei Github ab. Dazu zählen unter anderem Eden, Citron und MeloNX. Das Ziel des Ganzen ist es, die Software von Github verschwinden zu lassen. Nintendo argumentiert damit, dass die Emulatoren aufgrund der Möglichkeit, kryptografisch gesicherte Spiele abzuspielen, Rechtsverstöße darstellen würden.
Keine Überraschung
Die Emulatoren an sich enthalten selbst keinerlei urheberrechtlich geschützten Code. Dennoch erwarteten die Entwickler das Vorgehen von Nintendo bereits. Die Japaner sind berüchtigt dafür, mit aller Härte gegen Emulatoren, Fan-Projekte und dergleichen mehr vorzugehen. Die Software wurde im Vorfeld bereits auf alternative Server gespiegelt.
Selbst wenn Nintendo also Erfolg haben sollte, so würden die Emulatoren weiterhin verfügbar bleiben. Das ewige Katz-und-Maus-Spiel kann der Hersteller kaum gewinnen. Dafür laufen Nutzer in die Gefahr, bei der Beschaffung von weniger verlässlichen Quellen wie Github auf Malware zu stoßen.
Muss das sein, Nintendo?
Nintendo Aktie Chart
Nintendo versucht vor allem, sein geistiges Eigentum zu schützen und die Attraktivität der eigenen Plattform hoch zu halten. Das ist nachvollziehbar, doch stellt sich schon die Frage, ob das Unternehmen sich mit seinem rigorosen Vorgehen einen Gefallen tut. Der Absatzzahlen der Switch schadete die Verfügbarkeit von Emulatoren nicht weiter. Immer neue Abmahnungen hinterlassen aber negative Effekte beim Image.
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